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17. Januar 2014, 14:58

Total Grazy!

Eine mehr als verrückte Geschichte vom Matterhorn

Wie einem die Zufallshexe so will, so führte mich das Schicksal zu einer wirklich verrückten und aussergewöhnlichen Geschichte an den Fuss des Matterhorns - nämlich in das tiefverschneite, sonnige Zermatt. Es war wie im Film. Akteure die Freerider und ich. Vier verhexte, unglaublich schöne Tage. Action pur und Whisky pur. Man soll die Feste feiern wie sie fallen und sie sind gefallen. Bilder und Text Andrea Krebs.

Zermatt, 11.1.14 ak Total Crazy oder nicht? Der Abend begann mit einer unglaublichen Pannenserie. Der Weg zum Nachtessen war bereits mit vielen Hindernissen belegt. Wo ist dieses Lokal? Wo, wo nur wo? Nach einem Irrlauf durch das im Winterkleid verhüllte Zermatt standen wir endlich davor. Cool, geil, wir haben es gefunden, juhu! Ein wirklich schnuckeliges, Herzliches und...es war eine Bar. Geschlossene Gesellschaft! Ha, grossartig. Die Bardisco befand sich auf zwei Stockwerken mit einer prachtvollen Aussicht nach unten!

Ein Haus voller Leckereien. Die Bühne des absoluten Wahnsinns. Die Bühne zur grossen Welt! Mmmh! Weit kam ich nicht. Nach den ersten Bissen zerrte man mich bereits zur Arbeit. Obwohl ich nach Luft schnappte, einem ruhigen, leisen Plätzchen, vielleicht sogar im Hinterstübchen ausschau hielt, stand ich auf verlorenem Posten oder ganz einfach, hungrig neben einem mit Walliser Trockenfleisch und allerlei Walliser Spezialitäten gefüllten Teller, der mir so nahe stand, dass ich ihn am liebsten im Ridertempo hinuntergeschlungen hätte. Doch gute Manieren die mir irgendwann mal beigebracht worden sind, machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Also warten auf den Interview Partner.

Hey, Andrea, wer willst Du zuerst? Fabio! Hä???? Hä???

Ich wartete und wartete und wartete und.... Doch auf ein Mal geht die Türe auf, und da steht er? Er? Er muss es sein. Mit seinem weissen Blendamex Lächeln kann es doch überhaupt niemand anders sein. Wo ist meine Mithilfe? Ich kann sie nicht fragen, also rufe ich: Hey Fabio, bist du Fabio? Yes, Fabian. Im Krach und dem Geschreie, der Musik und dem Rapp der mit Tausenden von Watt durch das Haus dröhnte verstand ich Fabio. Ich nickte. Hallo Fabio! Yes, hallo!

Ein verteufeltes Interview

Die Fragen hatte ich mir am Nachmittag zusammengestellt. Viel gelesen und viel recherchiert. Das A und O eines Interviews, sollte man meinen. Wo war nur meine Kollegin? Die kannte ja alle. Ja nur halt fangen wir an.

Du bist Oesterreicher, wie bist Du zum Skifahren gekommen? - Yes.....Yes, seit wann reden Oesterreicher in ihrer Muttersprache englisch? Ja na, wahrscheinlich hat der nur in Amerika gewohnt.

Bettina kommt, sie will mir was sagen, doch ich komme ihr zu vor. Du, der kann ja nicht deutsch. Kannst Du mir übersetzen? Klar. So stellten wir Fragen um Fragen und erhielten meistens die Antwort mit Fun! Yes Fun, Fun, Fun. Auf die Frage er sei ja Oesterreicher sagte er, ja, mein Vater war Oesterreicher, mein Grossvater war Oesterreicher... Mir war schon komisch, wenn einer das Land nicht kennt, obwohl er mindestens 10 Monate im Jahr dort lebt. Na ja, ....Ich stellte meine Fragen, Bettina übersetzte und zum Schluss hatte ich wohl das coolste Interview der letzten Zwanzig Jahr. Fun, Fun, Fun.

Bettina schaute mich immer wieder an, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie mir was sagen wollte. Wir waren fertig, in dem Krach, dem Geschrei und der lauten Musik waren die dreissig Minuten ein tiefer Eingriff in meine Persönlichkeit. Die nächsten Minuten liessen mich vor Schreck erbleichen, ich nahm einen grossen Schluck Limo. Du, Andrea wer war das? Fragte Bettina. Fabio. Nein, das war nicht Fabio, der ist nicht hier sagte Bettina. Nicht hier? Ja, das wollte ich Dir die ganze Zeit sagen. Wer war denn das, den ich interviewt habe? Keine Ahnung können den Kellner nicht Ski fahren? Doch, doch, ich meine ja nur, ist ja eine geschlossene Gesellschaft, also muss es einer von uns sein.

Aber sicher nicht Fabio Studer? Nein, Andrea, ganz sicher nicht Fabio Studer. Wir grinsten, obwohl es mir äusserst peinlich war, doch zu meiner Entschuldigung der Krach, die Musik, das Wahnsinns Ambiente. Ich weiss jetzt wenigstens, dass meine Fragen auf viele Interviewpartner passen!

Fun, Fun, Fun. Ja Fun hatte ich, Fun hatten wir alle nur ein Interview hatte ich nicht. Ich fand dann heraus, dass es sich bei meinem Interviewpartner um den Fahrer handelte, der für einen erkrankten Freerider eingesprungen war. Total Crazy.

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Olga aus Russland hinten links und ihre Freundinnen ebenfalls aus Russland.

Freerider unter sich.

In der Mitte Zermatt Marketing Direktor Marc Scheurer.

Der Swachclub! Für wenige Geld wie Fürsten in die Ferien! Ganz hinten zwei Mitglieder der Zürich Renegades, Mitglieder des bekannten American Football Vereins.

Eing ganz besonderes Ambiente.

Bettina die gute Seele des Swatch Zirkuses.

Freerider mit Hotelpersonal.