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14. Juni 2013, 09:50

ES MACHT SPASS - GANZ EINFACH SPASS

Text und Fotos Marcel Krebs

In einem kleinen Dorf mitten im Heilbronner Land , da wo der Fuchs und der Hase einander noch gute Nacht sagen, ist eines Tages etwas Unglaubliches passiert. Aus einer Gartenwirtschaft ist der erste und schönste Erlebnispark Deutschlands entstanden. Die Geschichte von Tripsdrill beginnt aber sehr, sehr viel früher als man denkt und darum ist sie vielleicht auch so spannend und faszinierend.

Zürich, 13.6.13 mk (mk) Wie bei manch anderer alter Geschichte sind auch in Tripsdrill die Römer daran schuld, dass der Name heute im täglichen Gebrauch für das Gaudi im Freizeitpark Tripsdrill steht. Hätte aber damals im Jahre 1798 Friedrich Schleeweiss aus Cleebronn am Fusse des Michaelsberges nicht seinen Hof namens Treffentrill gebaut wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit nie etwas daraus geworden.

Die Fischers kommen
Diese Jahreszahl von 1798 ist somit das heutige Geburtsjahr von Tripsdrill. Ja, und folgeschwerer wäre alles noch viel mehr ausgefallen, wäre 1833 nicht noch Paul Fischer, der Ururgrossvater der heutigen Besitzer nach Treffentrill gezogen. Paul Fischers Sohn, Friedrich Adam Fischer eröffnete dort eine Gartenwirtschaft. Von den Römern redete da schon längst niemand mehr, doch eine lebenslustige Familie mit vielen Ideen war bald Gespräch im ganzen Taubental und bald redete man im Heilbronner Land und dann bis nach Stuttgart von den eigenartigen Besitzern des Gutshofes in Treffentrill die neben ihrer Landwirtschaft auch noch Gäste in ihrer Wiesenbeiz verpflegten.

Jahre gehen ins Land

So gehen Jahre um Jahre vorüber, der Familie Fischer gefällts am Fusse des Michaelsberges. Die Gastwirtschaft rentiert und wirft bald mehr ab als der Gutsbetrieb. Zufrieden und glücklich leben die Fischers auf dem Hof.

Im Jahre 1924 übernimmt der Grossvater der heutigen Besitzer, Eugen Fischer das landwirtschaftliche Anwesen und die Gasstätte.

1924 Eugen Fischer, Großvater der heutigen Besitzer, übernimmt das väterliche, landwirtschaftliche Anwesen und die Gaststätte. Fünf Jahre später ist die Altweibermühle gebaut und eine Musikkapelle spielt von nun an zum Tanz auf. Dann endet das Märchen für einen Moment plötzlich, es gibt Krieg und Eugen Fischer zieht in diesen Krieg, kehrt aber nie mehr heim. Seine Träume und seine grossartigen Pläne wären beinahe begraben geworden.

Der starke Kurt

Die Familie war verzweifelt was nun? Doch Kurt Fischer, der heutige Vater Kurt Fischer von den heutigen Besitzern Helmut, Roland und Dieter Fischer springt ein und von da an ging es schlag auf schlag. 1946 kommt zwar zwischendurch nochmals alles zum Stillstand, der Blitz zerstört die Altweibermühle, doch dem Tatendrang von Kurt Fischer sind keine Grenzen gesetzt. Bis 1996 führt Kurt Fischer den Betrieb und er übergibt ihn dann seinen drei Söhnen. Diese sind bereits während ihrer Jugend täglich im Park und wachsen so mit jeder neuen Attraktion gleichzeitig auf.

Drei Prinzen mit vielen verrückten Ideen

Helmut, Roland und Dieter schaffen schlussendlich das schier Unmögliche. Mit ihrem gemeinsamen Ideenreichtum übertreffen sie alles je da gewesene. Tripsdrill wird zum Themenpark lauter verrückter Ideen. Das heutige Tripsdrill stammt aus ihrer Feder. Was wäre aber ein das alte Märchen ohne seine heutigen Traumprinzen geworden?

Von morgens früh bis abends spät

Helmut, Roland und Dieter trifft man jeden Tag im Park, falls man sie kennt. Sie leben sozusagen ihr Tripsdrillleben. Sie sind die Märchenprinzen, die Vaters Traum weiterführen. Die Drei hauchen Tag für Tag dem Gaudipark Leben ein. Mit ihren Ideen und mit ihrer lustigen Art wie Urgrossvater einst die Wiesenbeiz betreute, lassen sie der Begeisterung freien Lauf. Das Märchen Tripsdrill wird im Gegensatz zu anderen Märchen nie zu Ende gehen. Für Nachwuchs ist gesorgt. Es ist zwar noch ein bisschen früh, sich um solche Gedanken zu kümmern, doch in einigen Jahren wird mit Bestimmtheit schon ein neuer Prinz mit seiner Prinzessin im Park stehen. Und sicher, geht es im Multipack mit der Familie Familie weiter.

Und heute?

Viele Grosseltern die damals in den 50er und 60er Jahren als Kinder in Tripsdrill waren, kommen heute mit ihren Enkeln. Natürlich sind die Attraktionen von heute keinen Vergleich mehr mit Früher. Musik und Tanz, das Rutschen von der Mühle und der Tierpark gehörten damals zu den Highlights. Mittlerweile sind es über 100 Attraktionen geworden. Der Erlebnispark, der auf einer Gesamtfläche von 77 Hektar steht, wird heutzutage jährlich von über 600'000 Besuchern besucht.

Spass und Fun - der erste Erlebnispark Deutschlands brilliert!

Der "Besondere" wie er liebevoll genannt wird, hat viel zu bieten. Der Wildpark, der mit dem Tripsdrillzug in zwei Minuten erreicht wird, bietet täglich eine einmalige Falkenshow. Dazu können Tiere gestreichelt und gefüttert werden. Bären, Wölfe und andere Raubkatzen darf man mit Respekt bei ihrem Tun beobachten. Dazugekommen ist auch ein Fühlpfad, wo man Barfuss durch den Wald laufen kann. Ja und zu essen gibt es in der Wildsauschenke nur das Allerfeinste. Und wer bleiben möchte, der kann es sich in einem der toll ausgebauten Schäferwagen gemütlich machen. Baumhäuser sind hier die Attraktion. Sie bitten allen Luxus wie ein Hotel.

Mit "Karacho" kommt die neueste Attraktion

In 1,6 Sekunden von 0 auf Hundert! Ein Raketenstart steil im 90° Winkel senkrecht in die Höhe und weiter in wilder Fahrt durch Loopings, Tunnels und blendende Lichter und mehr. Die perfekte Bahn der Zukunft. 7.5 Millionen ca. soll sie kosten - die grösste Investition aller Zeiten im Park. Doch auch hier setzt man auf Währschaft. Die Vergabe der Bauten an eine einheimische Deutsche Firma ist für die Fischers selbstverständlich.

Was ist denn ein echter Tripsdriller?

60 Festangestellte und 100 Saisonangestellte zählt der Freizeitpark Tripsdrill. Wer also hier arbeitet, ist ein Tripsdriller. Elektriker, Schreiner, Maurer, Schlosser, Bahnbetreuer, Köche, Standverkäufer und viele andere Berufleute arbeiten hier. Tripsdriller zu sein ist dennoch nicht nur Schokolade, sondern knochenharter Arbeitseinsatz. Echte Tripsdriller sind aber stolz auf ihren Job, sie können Tausenden von Besuchern jeden Tag einen Glückstag bieten. Sie führen jeden Tag Tausende in eine Welt der Fröhlichkeit, in eine Welt des Glücks. Tripsdriller sehen jeden Tag in entspannte, fröhliche Gesichter und wissen dabei: "Ich bin einer von denen, die dafür gesorgt haben, dass die Menschen heute für ein paar Stunden glücklich sind. Tripsdriller bleiben ein Leben lang jung, denn Tripsdriller sind immer mit dem Fortschritt verbunden.

Ein Tripsdriller steht praktisch nie still, so wie auch die Attraktionen auf Tripsdrill nie stillstehen. Die Nacht allerdings gehört dem Tripsdriller ganz allein, hier träumt er vom grossen Glück selbst ein Tripsdriller zu sein und von der Welt rund um Tripsdrill. Ein Tripsdriller ist ein Mensch, der am schönsten Ort der Welt lebt, auf einem Park des Gaudis, seiner Arbeit nachgeht und eigentlich jeden Tag dass erlebt und auch selbst lebt, dass ihn wunschlos glücklich macht - das Wunder Tripsdrill. Er oder Sie sind der glücklichste Märchenprinz oder die glücklichste Prinzessin auf einer Insel des glücklich Seins, auf der Insel die auf dem schönsten Flecken der Erde steht. Doch der Traum jedes Tripsdrillers ist auch die Wirklichkeit und die ist genauso schön wie das Märchen.

"Unser Leben war schon immer hier draussen"! - Helmut, Roland und Dieter Fischer Gründer und Eigentümer des Erlebnispark Tripsdrill.

Drei schwäbische Originale, drei Freunde und drei Brüder. Der eine Banker, der eine Koch und der dritte Handwerker. Die Idealbesetzung für Inszenierung der Tripsdriller Illusionen aus Familie, Herz und Verstand. Wenn drei bestandene und herzliche Mannen eine solche Erlebniswelt auf die Beine stellen, dann muss schon mehr dahinter stecken, als nur auf den Knopf am Schaltpult zu drücken.

"Wir bauen für die Ewigkeit" - ein weiterer Baustein vom Geheimnis der drei Musketiere vom Park.

Der grosse Vorteil der Drei ist natürlich, dass sie schon die ganze Kindheit bei ihrem Vater Kurt im Park verbracht haben. Nur so kann man sich erklären, wieso die Fischers so viele Ideen haben. Der Park wächst und wächst und wenn mal wieder was Neues ansteht, so kreieren die Drei es selber und erst die fertige Skizze wird dann weiter mit den dazukommenden Fachleuten und Bahnbauern besprochen und schlussendlich zusammen zur Vollendung gebracht.

Das Konzept von Tripsdrill ist bis heute aufgegangen. Für die Fischers stehen in Tripsdril immer die Besucher im Vordergrund, "sind die in den paar Stunden glücklich bei uns, so sind wir es auch." Und so geht das Märchen Tripsdrill weiter.

HIER GEHT ES NACH TRIPSDRILL

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