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23. Januar 2012, 17:44
Kampf am Suruggen
Patrick Büchel, Marco Mannhart und Christian Wolfinger sind die Sieger!
Nach mehreren Absagen im Schweizer Rennkalender der Hornschlittenfahrer, tat man dieses Wochenende im Appenzellerland alles um das Suruggenderby durchzuführen. Und auch der starke Schneezuwachs in der Nacht vom Freitag auf den Samstag, konnte die Organisatoren nicht erschrecken. Mit einer grossartigen Leistung bis tief in die Nacht präparierten sie eine gute Piste. Die diesjährigen Sieger kommen aus dem Fürstentum Liechtenstein, genau aus Balzers und heissen Patrick Büchel, Marco Mannhart und Christian Wolfinger. Zweimal Bestzeit in beiden Rennläufen, mit diesen Resultaten waren sie allen anderen Teams überlegen.
Suruggen, 21.1.12 mk (mk) Tiefer Winter herrschte am Samstagmorgen im Appenzellerland. Die Fahrt zum Ausgangspunkt von der Ostschweizer Grossstadt Metropole St. Gallen, hinauf nach Landmark präsentierte eine schneebedeckte Kantonssstrasse, die rutschig und unter einer 30 Zentimeter hohen Schneedecke lag. Vorwärts kam man nur im Schneckentempo. Der Winter war also zurückgekommen und wie. Den Organisatoren ist es trotzdem gelungen, die Rennpiste in einwandfreiem Zustand für die beiden Rennläufe bereitzustellen. Klar, die Streckenverhältnisse litten unter dem Neuschneezuwachs. Die rasenden Fahrten zwangen die Piloten zu schwierigen Steuerkünsten.
Hinunter nach Landmark - eine Strecke, die es in sich hat!
Die Fahrt vom 1180 M/ü.M hohen Suruggen hinunter nach Landmark, überwindet auf den 1860 Metern Länge eine Höhendifferenz von 177 Höhenmetern. Dass die Laufzeiten bei diesen schwierigen Verhältnissen trotzdem bei 2.13.30 lagen (Sieger Wirbelwind) zeigte, was für Steuerkünstler es unter den Piloten hatte.
Hornschlitten sind heikle Gefährte
Hornschlittenrennen sind für die Teilnehmer technisch schwierig und brauchen dazu auch Mut. Steuerfehler sind schwer zu korrigieren und nicht selten endet die Fahrt zwanzig Meter tiefer neben der Piste im Bach unten. Und trotzdem kommt bei dieser traditionellen Sportart neben dem sportlichen Aspekt auch eine gehörige Portion Fun dazu. Die insgesamt 13 Teams in Dreier- und Viererschlitten lieferten sich einen spannenden und auf guten Niveau stehenden Wettkampf.
Die Iren kommen
In der Kategorie Sujet zeigte das Team Irische Mythologie ein wahres Kunstwerk an Hornschlitten und Verkleidung der Teilnehmer. Die vier Jungs, Kewin Kalberer, Thomas Müller, Konrad Wyss und Jens Winteler vom HSC Mels, zeigten mit ihrer Darbietung, das wohl Beste der letzten Jahre in den Gaudischlitten. Der Schlitten liebevoll hergerichtet bis ins kleinste Detail und die Burschen geschminkt als hätten sie gleich einen Auftritt im Musical auf grosser Bühne drückte der Veranstaltung einen würdigen Schlusspunkt auf.
Ein lachendes und ein weinendes Auge
Lachen für die gelungene Veranstaltung, die in jeder Phase ein Vorzeigebeispiel war und weinen, dass das missliche Wetter nicht so viele Zuschauer wie in anderen Jahren zum Suruggen einlud. Der Samstag zeigte sich im scheusslichen grauweiss, doch die Veranstaltung präsentierte sich wie jedesmal in warmen Herztönen.
Schlittelplausch für alle
Nicht zu vergessen ist, dass jedermann und jede Frau, Kinder und alle die es mögen, den Suruggen heruntersausen können, täglich ausser wenn Renntraining ist. Auskunft erteilt Suruggen.ch
Marcel Krebs
Rangliste folgt....
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