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17. Oktober 2011, 21:09
Zum Mittagsschlaf aufs Hörnli
Das Hörnli im Zürcher Oberland ist sozusagen der Hausberg des Kt.Zürich. Keine Wanderung wird so oft begangen wie die auf das 1133 m hohe Hörnli. Die Wanderung ist leicht, doch überwindet man auf den 3 Kilometern Länge gegen 500 Höhenmeter. Bei schönem Wetter erwartet den Wanderer eine prächtige Aussicht, bis hin zum Matterhorn, das klein weit in der Ferne winkt. Titelbild "Mittagsschläfchen unterhalb des Gipfels" Text und Bilder Marcel und Andrea.
Zürich, 17.10.11 Red. (mk) Ausgangspunkt, um aufs Hörnli zu gelangen, ist auf der Tösstalseite, der Bahnhofsteg, wo auch das Auto mit Gutschein vom Parkgebührenautomat geparkt werden kann oder beim Bahnhof Bauma, von wo die Wanderung anstatt der 1 1/2 Stunden dann halt 3 Stunden dauert. Man kann aber auch den Jakbosweg beschreiten, der vom Bodensee herkommend über das Hörnli führt. Diesen nimmt man vom Thurgauischen Fischingen aus. Hin und zurück ergibt es da eine Marschzeit um die fünf Stunden.
Ganzjährig begehbar
Aufs Hörnli kann man das ganze Jahr über. Das Bergrestaurant ist durchgehen geöffnet, ausser an den aufgeführten Ruhetagen. (Bitte Link beachten) Der Weg vom Bahnhofsteg ist teilweise sehr steil. Ich persönlich nehme das letzte Drittel immer auf der Abkürzung, die aber auf dem letzten Kilometer sehr viel an Kondition fordert, auch ist der Weg schmal rutschig und voller Wurzeln.
Am Sonntag geht es zu wie in einem Bienenhaus
Empfehlenswert wären die Wanderungen vor allem unter der Woche. An Samstag und besonders an Sonntagen besuchen einige Tausend Wanderer Wochenende für Wochenende das beliebte Ausflugsziel. Wer also Wanderruhe will, der hat es am Sonntag nicht sehr still und muss mit vielen Menschen auf den Wegen rechnen.
Wanderzeit für die Familie
Beschlossen war es eigentlich schon einen Tag vorher. Morgen wandern wir aufs Hörnli. Wandern ist ja bekanntlich auch gut für die Linie, wenn man oben auf dem Berg nicht gleich eine grosse Portion Dessert oder ein tolles Mittagessen verzerrt. Aufs Hörnli kommt ma ja bekanntlich auch noch am Nachmittag. Als ich am Sonntagmorgen aus dem Fenster schaute, war alles in dicken Nebel gehüllt. Puhhhhhhhhh! So drehte ich mich lieber noch ein bisschen im Bett um und schlief eine Runde weiter. Andrea, die wandern eher als Muss anschaut, glaubte schon daran, ihre Laufschuhe auch dieses Wochenende im Kasten verstauben zu lassen. Doch weit gefehlt! Aufs Hörnli können wir auch noch am Nachmittag. Bereits bei der Einbiegung auf der Autofahrt ins Tösstal lachte uns in Bauma bereits die Sonne entgegen. Bauma ist wie alles hier hinten im Tal an den Sonntagen wie eine Kleinstadt. Die Attraktion der Dampfbahn auf der alten Strecke nach Bäretswil-Hinwil, wird von vielen Tausenden die gesamte Sommersaison hindurch besucht. Kaum aus dem Dorf erreicht man mit dem Auto in den nächsten fünf Minuten den Bahnhof Steg, unser Ausgangspunkt.
Achung, fertig und los!
Gleich geht es in die Vollen. Durchs Dorf Steg auf einer leicht ansteigenden Einlaufstrecken und dann über ein liebliches Holzbrücklein, wird die Kondition gleich gefordert. Wir laufen an den weidenden Alpakas vorbei und biegen nach hundert Metern links in den offiziellen Bergweg ein. Keine Angst, nach 1,5km haben wir bereits die ersten zweihundert Höhenmeter hinter uns. Traumhaft führt der Weg durch den Wald, dann wieder den steilen Bergwiesen entlang und kommt überraschend aus dem Dunkel auf die erste kleine Ebene, wo es ein kleine Verschnaufspause gibt, mit erstem Blick auf die Alpen.
Links führt der Pfad weiter über die Wiesen, rechts die Naturstrasse entlang, die allerdings im Schatten liegt. Nach weiteren 400 Metern kommt der Weg der Entscheidung. Entweder man wandert weiter auf der Naturstrasse oder man biegt links durch ein Drehtor auf die Weide ein, wandert Richtung Wald und gleich hinein um dann nach hunert Metern rechts steil hinauf den Bergweg zum Hörnli zu nehmen. Dieser braucht die nötige Kondition und Rutschvermögen. Auf den vielen Wurzeln und umgefallenen Bäumen lebt sich manchmal wie Tarzan im Dschungel. Dem Gang nach dem happigen Aufstieg von ein paar Minuten folgt zuerst ein Hürdenlauf um die Wasserpfützen herum und dann der Rest der Wanderung führt der Pfad hinauf unter herrlichen alten Bäumen. Wer schlussendlich auf dem Hörnli ankommt, der geniesst eines der wunderschönsten Bergpanoramas, die es in den Voralpen zu sehen gibt.
Larry kennt inzwischen den Weg auswendig, er war schon Dutzenden von Ausflügen hier oben. Doch auch Hundchen geniesst den Sonntag. Nach einem Abstecher in die Beiz und anschliessendem relaxen auf der Bergwiese und das angenehme wärmen an der Herbstsonne, erreichen wir den Bahnhofsteg auf der normalen Naturstrasse auch als Langsamwanderer unter einer Stunde.
Das Hörnli gibt viel her, man denkt es kaum. Was noch überraschender ist, dass hier oben viele junge Menschen hinaufwandern. Man glaubt es kaum. So erhalten wir auf dem Hörnli auch den Glauben an unsere Zukunft. Junge Menschen sind vermehrt in den Bergen anzutreffen. Das macht mich und Andrea glücklich und glaube Larry auch, er kugelt nämlich bereits wieder das Wiesenbord runter.
Hörnli
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Am Sonntag zieht es Hunderte aufs Hörnli.

Hörnli, Bergrestaurant. Es hat auch an trüben Tagen seinen Reiz. Die Hörnliwanderung kann von Steg aus auch im Winter begangen werden.

"Wandervögel unter sich!"

Die prachtvollen Bäume auf den letzten fünfhundert Metern.

Wauh - Ein Prachtsexemplar.

Ein Panorama, das Seinesgleichen sucht.

Hier oben, lässt sich gut leben. Für die Bauern ist es allerdings ein harter Job.

Alphorn auf dem Hörnli. Und dazu war der Bläser noch gut!

Von oben kommend sieht man die Höhendifferenz, die zurückgelegt wurde.

Traumhafte Wälder im mysthischen Tösstal.


