Samstag, 26. Mai 2012, 18:39:40 Uhr

28. September 2011, 21:27

Jubiläumsflug zum Fünfzigsten

Fantastisches Motocross Wochenende in Amriswil

Rund 8000 Zuschauer konnten die Organisatoren zum 50-Jährigen Jubiläum des Motocross am herrlich sonnigen Wochenende in Amriswil begrüssen. Und auch dieses Jahr sahen die Zuschauer nur das Beste. Der Endlauf der Seitenwagen Europameisterschaft faszinierte die Zuschauer über alles. Es war ganz einfach Motocross Sport total! Die Brüder Jochen und Michael Domig aus dem Voralbergischen Brand eröffneten in der Oldtimer Seitenwagenklasse den sonntäglichen Renntag wahrhaftig mit dem "Flug zum Fünfzigsten". Nichts passiert - nur gratuliert! Etwas verdutzt aber wohlgelaunt standen sie zwei Minuten später neben der Strecke und staunten selbst über ihr Maleur. Aus Amriswil berichtet Marcel Krebs. Text und Fotos.

Zürich, 25.9.11 mk (mk) Zum Jubiläum ideales Herbstwetter

Zum 50-Jährigen Rennjubiläum wurde der AMS Amriswil mit herrlichem, warmen und wunderschönsten Herbstwetter belohnt. Wenn auch vor dem Start die Sonnenschirme über die Köpfe der Athleten gehalten werden mussten, so war dieses Bild doch angenehmer, als das vom vergangenen Jahr. Dass am Sonntag alleine über 6000 Besucher auf das Renngelände stürmten, war ebenso erfreulich, wie die Gesamtzahl beider Tage, die, die 8000er Marke übersteigen dürfte. Belohnt wurden die Tausenden Motocrossbegeisterten mit begeistertem und spannenden Rennsport der Extraklasse. Besonders die drei Seitenwagenläufe in der IMBA EM waren alleine das Kommen wert.

Drei Läufe, drei Fights die die Herzen der Zuschauer begeisterten!

Die Führenden in der EM-Wertung Jarno van de Boomen und Henry van de Weil aus Holland vermochten sich im letzen der drei Läufe deutlich durchzusetzen. In den beiden anderen Läufen belegten sie jeweils den zweiten Platz. Dass sie den Tagessieg an die Belgier Andreas Clohse und Christian Verhaegen verloren, lag nicht zuletzt, an der angriffigen Fahrweise der Schweizer Paare, die wenn einmal nicht der erste Platz im Lauf gehalten wurde, es den Verfolgern schwer machten zu überholen. Erfreulich und ein grosser Lichtblick war, dass die Schweizer Koch/Strauss den Dritten Gesamtrang im Tagesklassement herausfuhren. Dabei muss man noch sagen, dass sie den zweiten Lauf eigentlich hätten gewinnen müssen. Kurz vor der Beemdigung der drittletzten Runde beim Zieleinlauf, wurden sie von einem der Holländern die abgeschlagen waren und die sie eben überrunden wollten ausgebremst und somit der Platz freigemacht für den Sieg des Tagessiegers der Belgier Clohse/Verhaegen. Es war ganz einfach eine unglückliche Situation. Die Nr.41 war ganz einfach kämpferisch das beste Team des Tages.

Mit diesen drei Läufen, bekamen die Zuschauer endlich auf Schweizer Boden zu sehen, was es heisst, in der internationalen Motocross-Klasse mitzumischen. Und die Schweizer Delegation schnitt dabei sehr gut ab. Neben dem dritten Platz durch Koch/Strauss, konnten sich auf dem vierten Platz Boller/Wälti und auf dem Fünften Käser/Käser mitten in der starken europäischen Konkurrenz halten.

Gelungene Premiere mit den Oltimern

Die Oltimerrennen begeisterten die Zuschauer. Mit den Klassen Prè 68, Prè 75 und den Oltimer Seitenwagenklasse hatte das Diesjährige in Amriswil viel zu bieten. Der 72-Jährige Paul Koller aus St.Gallen war dabei am sonntägliche Renntag der älteste Teilnehmer. Koller drehte auf seiner Jawa Baujahr 61 flott seine Runden wie ein 20-Jähriger. Das Herz jedes Töff-Fans schlug beim vorbeiknattern der alten Töffs höher. Ob die Bultaco Prusang MK3 250, Baujahr 1968, die Peter Treichler aus Gossau fuhr oder der Norton-Metisse mit Fahrer Urs Menzi drauf, für das Auge gab es viele Schönheitsaugenblicke. Der Sieg war Nebensache, das Erlebnis Klasse! Einen Leckerbissen der besonderen Klasse boten die Voralberger Brüder Domig aus Brand in der Oltimer Seitenwagenklasse. Da ihr Fahrzeug in einer Kurve stecken blieb gaben sie anschliessend mächtig Gas, wahrscheinlich ein Dreh zuviel, mit einem herrlichen Flug den Hügel hinunter zeigten sie am Sonntagmorgen, feinste Akkrobatik. Wer dabei war, wusste es zu schätzen ein solches Spektakel zu sehen. Passiert ist dabei nichts. So dürfte der Sprung ausser ein paar blauen Flecken bei den Fahrern beim Publikum tief bei den Akteuren und auch bei den Zuschauern in Erinnerung bleiben.

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Die Schweizer Migg Koch und Marius Strauss überzeugten heute vollends. Mir ihrer angriffigen Fahrweise machten sie dem neuen Europameister aus Belgien das Leben schwer. Ein Sieg im zweiten Lauf wäre fast drinngelegen. Trotzdem gefielen die Beiden wie kein anderes Paar.

Der Zuschaueraufmarsch liess keine Zweifel offen, dass hier in Amriswil das Beste vom Besten geboten wurde.

Für viele Fahrer war es die einmalige Gelegenheit, sich mit den Besten zu messen.

Die Quad International Kategorie gehört in Amriswil genauso dazu, wie Bratwurst und Stumpen.

Die Belgier Jan Goethals und Dimitrie van Deuren in voller Fahrt.

Der 72-Jährige Paul Koller aus St.Gallen, auf seiner Jawa Baujahr 1961.

Die alten und neuen Europameister aus Holland Jarno van de Boomen und Henry van der Weil. Beeindruckend war ihre ruhige Fahrweise. Überlegt und mit viel Weitsicht machten sie heute wohl nur den zweiten Platz, doch ihre Klasse war unverkennbar.

Der legendäre zweite Lauf. Die Schweizer Migg Koch und Marius Strauss Nr.41, führen das hochkarätige Feld vor dem Tagessieger und Vize-Europameistern Clohse/Verhaegen und dem alten und neuen Europameister Van de Boomen/Van de Weil an.

Nico Greutmann gewann beide Läufe in der jüngsten Kategorie SJMCC 50 souverän.

 

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