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08. Februar 2011, 11:34
Schnee, Eis und schnelle Pferde!
Rund 11000 Zuschauer verfolgten bei strahlendem Engadiner Frühlingswetter den White Turf 2011 unter neuer Leitung. Gut 12° zeigte das Termomether an - den Schnee sah man förmlich dahinschmelzen. Die Rennen auf dem zugefrorenen St.Moritzer See passten prächtig ins farbige Bild der wunderschönen Berglandschaft des Engadins.
Brüttisellen, 6.2.11 mk/ak (mk) Man mag sich nicht mehr erinnern, wann es im Engadin im Februar solche Temperaturen gab. Höchstwerte gegen 15° C machten das perfekte Wintermärchen wahr! Was man dann allerdings eher vermisste, waren die gut betuchten Leute, die sonst mit ihren Rolls, Bentleys und anderen Luxuslimos auf den See gebracht wurden. Dafür tummelten sich die Normalos in den herzig hergerichteten Cüplibars und an den Ständen der Servelat Kultur.
Im Hauptereignis, dem Grand Prix Guardaval Immobilien, gab es den einheimischen Sieg von Mascarpone, der zwar in Zürich-Urdorf von Miroslav Weiss trainiert wird, doch seine Besitzer Wally und Hans Clavadetscher stammen aus Sils. Es war sehenswert, wie der siebenjährige Hengst unter Robert Havlin die Konkurrenz beherrschte und sich damit für den Grand Prix in zwei Wochen empfahl. Mit vier Längen Rückstand belegte Pont des Arts Rang zwei vor Wassiljew,
der Dritter wurde.
Eingeleitet wurde der Renntag mit dem Sieg von Rushing Dasher im Grand Prix Handels- und Gewerbeverein St. Moritz. Den neunjährigen Schneespezialisten trainiert Natalie Friberg, die den Wallach in den Farben des Stalles Allegra Racing Club auch geritten hat. Einen weiteren Teilnehmer für den Gübelin 72. Großer Preis von St. Moritz sah man im Grand Prix American Airlines siegen. Dabei handelte es sich um Northern Glory (Karoly Kerekes) aus dem Münchner Stall von Wolfgang Figge. Er läuft in den Farben des Stalles Salzburg von Hans-Gerd Wernicke.
Die Favoriten bestimmten den Ausgang beim Credit Suisse Großer Preis von Celerina. Wie erwartet kam es im Skik- jöring zum Zweikampf zwischen Vorjahressieger Gallardo mit Leo Lumianti an den Leinen und King George und dessen Fahrer Jakob Broger. Am Ende hatte King George alles sicher im Griff und siegte mit drei Längen vor Gallardo. Damit legte Jakob Broger den Grundstein für einen möglichen elften Gewinn der Credit Suisse Skikjöring-Trophy, es wäre der vierte Gesamtsieg mit King George.
Hoffentlich nicht!
Die Organistoren werden natürlich bei diesen Somerlichen Bedingungen auf eine harte Probe gestellt. Das Eis auf dem wunderbaren St.Moritzersee hält zwar im Moment noch und weist (noch) auch eine ansprechende Dicke vor, doch noch zwei Wochen solches Wetter und der dritte Rennsonntag, müsste hinterfragt werden.
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