Samstag, 26. Mai 2012, 18:31:37 Uhr

19. Dezember 2010, 23:39

Weidli wir kommen!

Viele Tage voller Vorbereitungen sind schon vergangen und heute ist es Zeit geworden, die Arbeit und deren Früchte ins Ziel, hinauf ins Weidli zu bringen. Familie Schmuckerli ist soweit, die Kinder haben soeben ihre Ferien begonnen und darum steht dem Weg hinauf ins Weidli im Zürcher Oberland nichts mehr im Wege. Der Anhänger war gepackt. Voll von Esswaren, Getränken und anderem, dass man so braucht um im Weidli Weihnachten zu feiern und das mit über 60 Menschen. Die bevorstehende Waldweihnacht mit dem Besuch des Weihnachtsmannes und des Christkindlis, das singen der Weihnachtslieder, das sitzen rund ums Lagerfeuer, der heisse Punsch, die Würstchen, die anschliessende Feier im Nebenhaus im grossen Aufenthaltsraum, tanzen, spielen und fröhlich sein. Die Weihnachtsgeschichte erzählt vom Christkindli, wer kann sich da nicht freuen. Und dass das Christkindli grad selber hinauf aufs Weidli mitfährt ist auch noch das Besondere an der Geschichte. Alfred blieb jetzt doch noch in der Stadt, er wollte Prokurist Schifferli und Pfarrer Würmli helfen, alles vorzubereiten damit alle pünktlich am Freitagmorgen in den Bus oder den Car von Unternehmer Ruedisühli steigen. Das wird ein Fest!

Brüttisellen, 20.12.10 mk (mk) Unterdessen war alles bereit um abzufahren. Susanne steuerte den grossen Van mit dem schweren Anhänger. So um gut eine Stunde würden sie bis zum grossen Parkplatz unten im Tal haben. Bauer Moser war informiert und versprach zusammen mit Katzenberger die Leute abzuholen und mit dem Transport der Waren zu beginnen.

Der Himmel war grau. Zwischendurch leuchteten in verschiedenem Blau die Farben der unterschiedlichen Luftschichten durch. Ein traumhafter Anblick. Sie unterhielten sich im Auto und Doratella freute sich, ihren Vater nach vier Monaten wieder zu sehen. "Bin ich gespannt wie er drauf ist. Mal sehen obs knallt oder blitzt." Markus schaute bei diesen Worten ängstlich zu ihr hinüber während Blessli genüsslich auf ihrem Schoss Platz gefunden hatte. Doratella blickte ihn mit forschen frechen Augen an und blinzelte, so, dass Markus rot wie eine Tomate gleich wieder wegschielte. Bill nahm es lockerer - schaut, der Blessli wäscht unsere Doratella. "Gäll Blessli" sagte Doratella - "wir verstehen uns eben gut!" "Du bist ein Schatz!" und kraulte ihn unter dem Kinn, kratzte ihn am Bauch und liess ihre Hände zärtlich über seiin Fell streicheln.

Nach knapp einer Stunde fuhren sie Richtung Parkplatz und sahen schon von weitem, dass ganz zuhinderst bereits zwei Schneevespas mit Anhängeschlitten standen. Riesiger Empfang.
Doratella rannte zu ihrem Vater und umarmte ihn. Papi, Papi ich bins die Z...die Doratella. Sophie erschrak. Hast du gehört Heidi, was sie sagen wollte????? Nein, was denn?? Ach, nichts.... Ein herzliche Begrüssungsrunde nahm ihren Lauf und Blessli hatte auch sehr viel zu tun. Sämi war auch da. Eine erste Runde durch den tiefen Schnee war eine Selbstverständlichkeit.

Die Schlitten wurden beladen. Bauer Moser fuhr den Gepäcksclitten mit seinen zwei Anhängeschlitten, er hatte auch seine starke Schneevespa runter genommen. Umladen rief er und alle packten an. Bald waren seine Schlitten vollständig beladen. Muss halt nochmals runter. Kein Problem sagte Susanne ich schliesse schnell alles ab und gebe dir die Schlüssel, dann kannst du mit Bill nochmals runter fahren.

Rinaldo nimmst Du die Kinder mit nach oben? Klar, bei mir ist immer Platz - gell Doratella. Er blickte sie lieb an und war stolz auf seine Tochter. Jetzt habe ich zwei Hexen sagte er - Markus traf es wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Zwei Hexen?? Was würden Sie über Weihnachten oder wenn möglich schon vorher noch alles erleben?

Aufgesessen! Die Kinder nahmen in den Anhängeschlitten Platz. Doratella beim Vater vorne auf dem Sozius. Mutter kommst du! rief Markus. "Ich fahre mit Bauer Moser!" Markus war dies nicht so recht. Doratella schaute nach hinten und blinzelte ihm zu. Schnell blickte er weg. Mit lautem Getöse setzte sich Katzenbergers Schneehexe in Bewegung. Sie hatte einen starken Motor und kam gut voran. Eine lustige Fahrt.

Doratella sang zum Getöse der Vespahexe. Wunderbar, ist diese Zeit - das Hexenlied ist nicht mehr weit - bald kann ich in den Wald zum singen, ich will euch allen schöne Lieder bringen. Der Wald ist dunkel, still und unheimlich, darin da zaubere ich klamheimlich. Sie schaute nach hinten und sah die aufgerissenen Gesichter bon Sophie, Heidi, Bill und Markus. Katzenberger hockte auf seiner Schneehexe als sei es ein Hexenbesen und donnerte mit Vollgas die steilen Wege hinauf - er lachte und brüllte - denn sonst verstand man nichts. Ich bin der Katzenberger und bald bin ich der Weihnachtsmann - juhu wir feiern alle miteinander. Er schaute kurz nach hinten, Doratella hast du wieder dein Hexenlied gesungen? Ja, Papi. Du hast es mich doch geleehrt.

Das Strässchen bog in ca. 200 Metern links in den finsteren Wald ab, hinten auf den Anghängern fühlten sich die Passagiere eledn allein gelassen und obwohl Doratella lieb fragte - gehts gut - kam da etwa so für die Kinder rüber wie ein Krächzen einer bösen Hexe...So glaubten sie jedenfalls - Im Sonnenlicht sah der Schatten von Doratella wahrlich unheimlich aus. Wenn sie jetzt sich umblickte und aus dem hübschen Gesicht eine böse alte Hexe sie anblickte, was dann?

Lesen sie morgen....Im tiefen Wald gehts Richtung Weidli....

Leserkommentare (0) »