Samstag, 26. Mai 2012, 18:27:40 Uhr

13. Dezember 2010, 23:49

Wo sind Sämi und Blessli?

Haben wir wirklich nichts vergessen?

So sassen sie beim Mittagstisch oder verlängerten Brunch noch gemütlich beisammen. Verdächtig ruhig war es schon. Die beiden wo bei solcher Gelegenheit immer auf sich aufmerksam machten - Sämi und Blessli waren wie vom Erdboden verschwunden. Wo waren sie nur? Bill, gehst du nich mal draussen schauen, wo die Viecher eigentlich sind, sagte Alfred. Kommt mir nämlich irgendwie spanisch vor.

Brüttisellen, 14.12.10 mk (mk) Bill zog sich war an und ging mal nach draussen. Er rief Blessli....Sämi....Aber leider nichts.....wieder Blessli....Sämi.....wieder nichts....Da! er sah zwei Spuren, die Richtung Tobel verliefen. Wo sind denn diese Lümmel nur hin? - fragte sich Bill und fluchte. Durch den tiefen Schnee hatte er aber keine Chance, so kehrte er um und schnallte sich die Schneeschuhe an. Also nochmals Richtung Bumertobel. Blessli - Sämmmmmmmmi....Nichts oder doch? Bill meinte aus dem Tobel ein Gebelle zu hören....Was macht ihr dort unten....rief Bill ins Tobel runter....Da kam auch schon Blessli hochgerannt und schwänzelte fest mit seinem Ringeschwänchen...Wo ist Sämi?....Was ist hier los?...Doch Blessli bellte weiter und rannte durch den tiefen Schnee wieder Richtung Tobel hinunter. Ja, was soll ich jetzt, dachte Bill....Alos geh ich halt nach...Mit den Schneeschuhen war das eigentlich kein Problem...er rutschte und lief im Eilschritte an den Feuerbach hinunter. Da sah er schon von weitem Sämi und Blessli stehen, sie hatten irgend etwas....Bill pressierte und lief....Was habt ihr da ....rief er....Als er bei den beiden Hunden war stockte ihm der Atem!

Da lag gleich neben dem Bach ein Mann, kreidebleich im Gesicht. Er schlotterte am ganzen Körper und stöhnte....Gruezi was ist den hier los, fragte Bill? Mein Bein....mein Bein...... Sämi leckte ihm das Gesicht, was sich ja als sehr lieb anschaute, für den betreffenden aber je nachdem, nicht unbedingt appetitlich war. Schauen wir mal sagte Bill.....OOOOOOOOOOOOOOOOHHHHHH!!!Nicht anfassen.....Scheint gebrochen, sagte Bill...ich hole Hilfe....Ihr beide bleibt bei ihm und gebt ihm warm.....Hier nehmen Sie noch meine Jacke. Bill zog die Jacke aus und rannte los....Dreissig Minuten später kam er erschöpft im Weidli an und berichtete. Nicht einmal Empfang hat man hier unten, sagte er, ich konnte nicht telefonieren. Alfred war bereits mit der Rega verbunden und gab durch, was Bill ihm berichtet hatte. Sie kommen...sagte Alfed, dauert ca. 15 Minuten. Wir legen hier draussen auf der Wiese rote oder farbige Tücher hin, damit sie wissen wo sie landen können.

Und tatsächlich nach gut 15 Minuten hörte man schon von weitem das geschnatter der Rotorblätter eines Hubschraubers. Rot und Weiss war er. Sie kommen ruft Alfred. Helle Aufregung herrscht auf dem Weidli. Als der Hubi gelandet war, begrüsste Alfred den Arzt und die zwei Sanitäter und zeigte ihnen wo das Unglück geschehen war. Bill wird sie nach unten begleiten...Kann ich deine Jacke haben Vater? Ja klar....Bill schritt voran ins Tobel hinunter. Auch die Sanitäter und der Arzt hatten Schneeschuhe umgebunden und kamen so gut voran. Nach einer weiteren Viertelstunde waren sie beim Verletzten. Seid ihr aber brave Hundchen, habt ihr ihm schön Gesellschaft geleistet und Hilfe geholt....Zum Dank leckte ihm Sämi das Gesicht...UIIIIIIIIII, Du bist aber lieb.....Beinbruch und wahrscheinlich sehr kompliziert...Der Arzt hatte die Diagnose gestellt, wie heissen Sie? Adler Sepp. Und was machen Sie hier oben, besser gesagt hier unten?? Sie hätten da erfrieren können. Ja, ich weiss. Die Hunde haben mich gefunden. Ich habe eine Schneewanderung gemacht und bin ausgerutscht und hier ins Tobel gefallen. Auhhhhhhhhh! Ja das wird schon noch ein bisschen weh tun....Wir schnallen Sie jetzt auf den Schlitten und ziehen sie zum Helli rauf und dann ab ins Spital.... Auuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh.....Schon gut ist gleich soweit... Gemeinsam zogen sie ihn den Berg rauf und hatten den Landeplatz vierzig Minuten später erreicht. Der Patient machte inzwischen einen bedenklichen Eindruck. Nach weiteren fünf Minuten hob der Heli ab und entschwand ihren Blicken. He Sämi, He Blessli, habt ihr sehr gut gemacht, ihr seid Lebensretter. Brave Hundchen. Ich hab da was besonderes für euch beide sagte Susanne, kommt rein....Beim Fressnapf lagen zwei feine grosse Fleischknochen. Sie schien sich diesmal auch nichts drauss zu machen, als beide in die Stube mit ihrer Eroberung verschwanden.

Der Flugbetrieb und der "cheibe Lärme" wie er sagte, war auch nicht ohne Aufmerksamkeit an Katzenberger vorbei gedröhnt. Lautes geknalle und rattern kündigte schon von weitem an, dass seine Excellenz unterwegs war. - Was ist denn hier los, kommt ihr jetzt mit dem Heli? Sie erzählten ihm was vorgefallen war und sie sahen, dass er sichtlich stolz auf seinen Sämi war. Ja, ja der Sämi, er hat schon mich zusammen mit meiner Schnappsflasche gefunden.

Der Schreck sass allen noch in den Gliedern, doch sie hatten ja noch eine Menge Arbeit. So machten sie weiter, da wo sie gestern aufgehört hatten, nämlich beim Schuften! - Bei solchem Wetter ist es das beste man isst abends ein Fondue, sagte Katzenberger. Was meinst du Rinaldo, fragte Susanne, ach ich habe nur laut gedacht.....er machte weiter und half, das Holz hineinzutragen. Der Aufenthaltsraum sah jetzt wirklich schon sehr, sehr einladend aus. Bald wurde es dunkel und man hörte vom Haus drüben, es ist Fonduezeit??? Hä, Katzenberger krazte sich am Bart und grinste, ist manchmal gut, wenn man laut denkt. So erlebten alle wieder einen gemütlichen heiteren Abend und hatten heute einander wieder viel zu erzählen. Sophie und Bill, Heidi und Frank spielten zum Dessert noch ein Skilied und Katzenberger tanzte dabei und sang seinen Schneeweidli Walzer, wie er ihn nannte.

Morgen
Arbeit in der Stadt, Prokurist Schifferli mit seinem Vortrag im Würmlihaus..... und Die Kinder haben grosses vor...

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