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11. Dezember 2010, 08:09
Katzenberger läuft zur Hochform auf......
Ein Wochenende auf dem Weidli
Nun war es also wieder soweit. In der Stadt herrschte grosse Hektik, Menschen waren mit Paketen unterwegs, die Kaufhäuser waren gerammelt voll. Kaum ein Durchkommen. Die neue Beleuchtung leuchtete in den schönsten Farben, nur schade sagte Susanne zu ihrem Mann Alfred, dass sie daran gespart haben. Ich hab es gelesen, sagte Alfred - der Architekt und der Informatiker sind bitter enttäuscht daüber, was aus ihrer Computer Animation geworden ist. Nur gerade das Nötigste hätten sie gekauft und nichtmal für Reservölampen hätte es gereicht. Schade, wirklich schade. Susanne und Alfred wollten es sich trotzdem nicht nehmen lassen mal einen Abendspaziergang zu tätigen. Blessli gefiel es in diesem Menschenkäuel nicht so gut. Er war nervös, zog an der Leine und war ungeduldig. "Ja Blessli, morgen geht es wieder aufs Weidli hinauf, da kannst du dann mit Sämi umherrasen." Blessli spitzte seine Ohren und schaute freundlich - wie er es verstehen würde. Beim Globus nahmen sie sich einen heissen Punsch und liessen den Wahnsinn Weihnachten an der Bahnhofstrasse vorüberziehen, mit ihren Gedanken an der kommenden Waldweihnacht, die alles in den Schatten stellen- und vielen, vielen arme Menschen ein unbeschreibliches Glück und Freude bereiten würde. Es waren noch genau zwei Wochen - zwei Wochen voller Arbeit. "Ich bin so glücklich, Alfred, dass ich das machen darf - ich auch.....lächelte Alfred und gab seiner Frau einen Kuss auf die Backen. Blessli blinzelte hinau und wedelte mit seinem Ringelschwänzchen. Gut so, Blessli - braves Hundchen. So, jetzt machen wir noch einen Umweg, so kann Blessli noch spazieren gehen.
Brüttisellen, 11.12.10 (mk) Entgegen dem snstigen Ausschlafen am Samstag, hiess es diesesmal wieder früh aufstehen. Mutter war schon längst in der Küche und bereitet das Frühstück vor. Langsam kamen sie, einer nach dem anderen die Treppe hinunter gekrochen. Es war halt schon anstrengend, so jeden Tag neben der Schule noch für das grosse Fest vorzubereiten. Und dazu kam ja noch, dass sie fleissig ihre Weihnachtslieder übten. Es sollte ja eine wirklich schönes Zusammentreffen werden.
So, meine Kinder sagte Vater Alfred, als alle am grossen Tisch sassen. Heute fahren wir wieder aufs Weidli hinauf. Ich habe bereits mit Bauer Moser telefoniert. Es hätte obenn sehr geschneit und er würde auch rauf kommen. Schnee schaufeln wäre angesagt, meinte er. Nehmt also heute noch alles mit, was ihr für die Vorbereitungen braucht. Mutter hat auch schon alle Dekorationen zusammengestellt. Wir werden den beiden Häusern auch den letzten Schliff geben, das andere Wochenende ist für das keine Zeit mehr.
Erstaunlich was die Kinder alles vorbereitet hatten. Der Plan stand, jetzt musste er nur noch funktionieren. "Die Schule geht in der letzten Woche nur bis zum Mittwoc, so könnten wir rein theoretisch am Donnerstag rauf fahren und alles auf den Stand bringen, damit es keine Komplikationen gibt." sagte Heidi. "Genau." gab ihr Bill recht. "Mutter fährt ja sowieso am Donnerstag rauf." bemerkte Vater Alfred."Ich werde hier unten für den reibungslosen Ablauf schauen und dann am Freitagmorgen mit den Leuten nachkommen." - Alfred war wirklich ein guter Organisator. Die Kinder konnten stolz auf ihren Vater sein. Die Stimmung war gut, ja sehr gut.
Die Katzenberger Show
Die Fahrt bis zum Parkplatz dauerte knapp eine Stunde. Bauer Moser würde sie ebenfalls begleiten und so könnten sie gleich mit den Schneevespas rauffahren. Das Gepäck? - Ach, ja, Moser würde sicher noch mal runterfahren - oder Alfred.
Als sie auf den grossen Parkplatz einbogen, staunten sie nicht schlecht. Nicht das Bauer Moser da war, nein, es war noch jemand da. - Katenzberger! "Was ist denn in den gefahren?" riefen fast alle aufeinmal. Und tatsächlich, Katzenberger stand da mit seiner Schneehexe - und einem Angängeschlitten. "Kann euch ja nicht einfach so rauffahren lassen", meinte Katzenberger. Gruezi Rinaldo. "Gruezi Bandi". Und auch Blessli freute es ungemein. Sämi war nämlich auch schon da, zur Begrüssung. Beide tollten sich bereits im Schnee. So ging heute eine lustige Fahrt hinauf aufs Weidli. So brauchten sie auch nicht nocheinmal hinunter zu fahren, um die Gespäckstücke und das Material zu holen. Katzenberger packte alles auf seine Hexe und den Anhängeschlitten.
Und weiter ging die flotte Fahrt! Mit lautem geknatter erklommen die drei Schlitten die gut vierhundert Höhenmeter bis zum Weidli. Eine halbe Stunde etwaa ratterten und knatterten sie über Wiesen und steile Wanderwege hinauf. Angst musste man heute keine haben - das laute geknatter von Katzenbergers Hexe mit den obligaten Fehlzündungen war schon auffällig genug. "Hast du gesehen, was der angezogen hat." raunte Heidi ihrer Schwester Sophie zu. "Finde es einen coolen Typen." gab Sophie zur Antwort. "Ja aber schau!" Die Lederstiefel bis unter die Knie, roten Skihosen, einen knallgelben Pulli und die grüne Skijacke mit dem Drachenmuster - wo war denn der einkaufen?" Beide mussten lachen. "Was gibts da zu lachen". Bill drehte sich um, achn nichts, wir haben nur laut gedacht.
Oben auf dem Weidli angekommen, war die Überraschung gross - "da hat ja schon jemand Schnee geschaufelt." rief Alfred. Soso, war von Katzenberger zu hören. "Wir können es ja nicht gewesen sein." sagte Vater Alfred. "Und ich auch nicht." meinte Bauer Moser. "War diese Woche nicht oben." Wer war denn das? - Alle Köpfe drehten sich und schauten wie auf Kommando auf Katzenberger, der liess sich aber keineswegs aus der Ruhe bringen und grinste. "Soso. Geschaufelt. Soso." Herr Katzenberger, waren Sie das?" fragte Bill. Ja, so aus reinem Vergnügen, kann euch ja nicht so in den Schnee fahren lassen. "Oh Herr Katzenberger, sie sind wirklich ein Schatz, Heidi gab ihm gleich einen Kuss auf die Wange. Katzenberger lief feuerrot an. "ÄH, OH, jessesnei. Soso. Soso." - Dies war also der verrückte Alte, der Hexenmeister, der Zauberer und das Böse hier oben? - Wohl kaum, da sieht man wieder wie die Leute gleich einen in den falschen Topf stecken, nur weil er ein bisschen anders ist. - Katzenberger ist ja wahrlich das Gute in Person. - Susanne war noch in Gedanken verloren als Katzenberger sagte:" Soll ich euch gleich den Platz zeigen? Oh, ja. Oh ja. Die Kinder riefen alle im Chor. "Dann kommnt doch mit. "Ich werde uns mal zuerst etwas gutes zum Essen kochen, sagte Susanne und machte sich daran ins Haus zu gehen. Gäll Markus, du hilfst mir ja. "Hä, wieso immer ich, wieso, wieso." - "Weil Du ein ganz Lieber bist!" grinste Bill. "Weisst Du was Du bist!" Markus war hässig. So, aufhören! Alfred musste da schlichten. "Schon gut Vater. Mache ja nur Spass." Bill lachte.
Während sie jetzt alle die paar hundert Meter in den Wald liefen, bewunderten alle Rinaldo Katzenberger - den angeblich komischen Alten, den angehenden Weihnachtsmann, den Zauberer und den Geheimnisvollen. Wie hatte Katzenberger das alles nur gemacht? Hatte er doch übersinnliche Kräfte, etwa Zauberkraft. Vater Alfred liess diese Gedanken aber gleich wieder los. Bei den Kindern wirkte der "Soso Mann" wie sie ihn unter sich nannten stärker. "Du, sagte Sophie - der ist doch wirklich ein Zauberer. Nur schon von den Kleidern aus gesehen." -"Ja, meinte Heidi - unglaublich, hast du seine Augen gesehen, da ist mehr dahinter als wir alle vermuten." "Danke Rinaldo für das Schneeschaufeln." Alfred wusste wie man höflich war. - Soso. Katzenberger nahm das tatsächlich alles für selbstverstänlich hin. "Man macht was man kann", und zu den Kindern hin - "man zaubert halt was man kann." Wie ein Blitz zuckten diese zusammen, sogar Bill wurde es unheimlich. Doch gleich darauf kam die (Er)Lösung. Soso. Katzenberger hatte sich einen Jux gemacht und den Kindern einen gehörigen Schrecken eingejagt, oder doch nicht? - Ich wette flüsterte Heidi - Katzenberger ist wirklich ein Zauberer. Ja, flüsterte Sophie zurück. - Aber ein ganz lieber Zauberer.
Lesen Sie morgen - Der Festplatz ist schon hergerichtet - Zauberkraft oder einfach Schuften?
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