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10. Dezember 2010, 07:23
Prokurist Schifferli bei Pfarrer Würmli
Für Prokurist Schifferli war heute ein besonderer Tag. Er durfte in Mission Weihnachten auf dem Weidli mit Pfarrer Würmli wichtige Details besprechen. Telefonisch hatte er sich bereits mit Pfarrer Würmli auf ein paar Punkte festgelegt, so wollte man heute direkt mit den Kandidaten sprechen und sie fragen, wie sie dem Weihnachtsausflug gegenüberstehen. Keine leichte Aufgabe, wenn man weiss was da alles für Schäfchen im grossen Haus bei Würmlis wohnten.
Brüttisellen, 10.12.10 mk (mk) Von der Tramstation musste Schifferli nur noch zweihundert Meter laufen, bis er beim grossen Haus des Pfarrers direkt an der Limmat ankam. Das riesige, grosse, alte Haus mit seinem prachtvollen Garten machte einen sympathischen Eindruck.
Schifferli sah es von weitem. Als er durchs Gartentor schritt kamen ihm bereits Hausbewohner entgegen. Viele arme und alleinstehende Menschen fanden hier Unterschlupf. Der Pfarrer kümmerte sich um sie. Er war ein gütiger Pfarrer, der den Gestrauchelten unserer Gesellschaft die Nestwärme bot, die sie sonst nirgends erhielten. "In unserer Gesellschaft sind es ausgestossene, man würde es kaum glauben. Für Menschen die nicht genauso ticken wie wir angepasste, sei es bereits zu spät." So referierte Pfarrer Würmli stets in seinen Predigten in der Kirche.
Schifferli öffnete die Tür und trat ein. Kaum war er im Gang empfing ihn eine Herzlichkeit, eine Frische und eine wunderbare Atmosphäre - ein Platz der Ruhe und ein Platz der Gemeinsamkeit. Gruezi Herr Pfarrer! - Gruezi Herr Schifferli. Es freut mich ausserordentlich, dass sie mich besuchen. Ich möchte Ihnen schon im Voraus danken, für dass, was sie für uns tun. - Keine Ursache Herr Pfarrer, antwortete Schifferli. Die Initianten sind da die Schmockerlis, die mit ihrer Idee und ihrem Einsatz alle begeistern. Eine ganz tolle Familie. Ich weiss, antwortet Würmli...Sophie Schmockerli ist sehr engagiert in der Kirce und hilft wo sie kann. - Dann wollen wir mal. Pfarrer Würmli zeigte Herr Schifferli kurz das Haus und dann begaben sie sich in sein Büro.
Ich habe bis jetzt 36 Anmeldungen. Dass will aber noch nichts heissen. Die Einen brauchen halt immer etwas länger. Die müssen sicher sein, dass es auch für sie stimmt. Es tut ihnen aber sicher gut, einmal für 2-3 Tage vom schweren Alltag in den Luxus der Allgemeinheit zu entfliehen.
Sie machten zusammen einen Verschiebunsplan, so wie das vor sich gehen würde. Also der Car hat 53 Sitzplätz. So viele können wir mitnehmen. Sie Herr Pfarrer, wie fahren Sie? Ich kann nicht alle drei Tage dabeisein, meinte Würmli. Aber am 24. bin ich mit meiner Frau bestimmt dabei. Ich werde aber mit meinem Privatauto fahren. Dann werden ich und meine Frau mit dem Car und mit Herr Ruedisühli fahren. Mit dem Car von Herr Ruedisühli, meinen Sie doch Herr Schifferli, oder? Nein, nein .....Herr Ruedisühli fährt selber, stellen Sie sich das mal vor.....Auh.....Ja, auch er setzt sich für das Projekt ein.
Würmli und Schifferli schrieben alles genau auf, machten eine Namensliste und versuchten an alles zu denken, um die Verschiebung der bedürftigen Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Es soll doch ein Weekend der Freude werden, meinte Pfarrer Würmli, so, wie wir alle zum Stall nach Bethlehem gehen würden. Genau. Drei Stunden sassen sie zusammen, dann hatten sie alles aufgeschrieben. Die Organisation war perfekt. Prokurist Schifferli wurde noch zum Zvieri eingeladen und lernte so bereits die Menschen kennen, die er an Weihnachten begleiten dufrte. "Sind sie der Weihnachtsmann? fragte ihn beim gehen ein Bewohner. Pfarrer Würmli nickte Schifferli zu. "Ja der bin ich!" sagte Prokurist Schifferli..."Ich lade Sie herzlich zu mir hinaus in die Natur ein! - Sie kommen doch?" Ich weiss nicht, ich habe mir den Weihnachtsmann ein bisschen anders vorgestellt - meinte Karl. "Ich kann ja nicht jeden Tag mit langem Bart und Zipfelmütze rumlaufen." meinte Schifferli. - Ja, da haben sie auch recht. Also gut, Herr Pfarrer wo muss ich mich melden? Schon gut Karl, sagte Pfarrer Würmli, ich schreibe dich auf die Liste.. Also...Adieu mitenand. - Adieu Herr Weihnachtsman!
Bei Schmuckerlis in der Zentrale
Das Haus von Susanne und Alfred Schmuckerli sah immer mehr nach einer Schaltzentrale oder nach einem Disponentenbüro aus. Überall an den Wänden hingen Zettel, Pläne und Notizen. Mutter Susanne hatte aber alles im Griff. Sie war die Grossdisponentin. Alles lief durch ihre Hände und sie wurde über jeden Schritt der eine Veränderung brachte informiert.
Auch heute sass sie, nachdem sie die Hausarbeiten ein bisschen schneller als sonst erledigt hatte am Tisch und formte alles aufs Papier. Blessli der jetzt eigentlich lieber seinen Spaziergang hätte, legte sich einfach auf ihre Füsse um ja nicht den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, wenn sie sich evtl. nach draussen bewegte. Man weiss ja nie.
Das kommende Wochenende brachte ja wieder viel Arbeit. Diesmal würde sie ihren Skianzug mitnehmen. Die Temperaturen auf dem Weidli lagen nämlich bei minus 5°, wie Bauer Moser am Telefon mitteilte. Er hatte übrigens sehr gute Nachrichten. "Höre mal Susanne, Katzenberger war bei mir und der war so begeistert, unglaublich, was hast du mit dem gemacht? Freut mich, sagte Susanne. Ja, meinte Moser weiter, er schuftet Tag und Nacht für das Fest. Das Holz für das Lagerfeuer stehe schon bereit. und der Platz hätte er ausgesucht, es hätte ein schönes Tännchen, dass man stehen lassen könne, es aber unbedingt beschmücken müsse, wenn er als Weihnachtsmann und seine Tochter als Christkindli amten dürften.
Für das normale in der Stadt, hatte Susanne keine Zeit mehr. Sie war zu sehr beschäftigt. Ja, die neue Beleuchtung hat sie selbstverstänlich auch gesehen. Doch das Projet 24. Dezember war zu wichtig, um noch anderes zu machen. Und jetzt am kommenden Wochenende wollte sie nochmals mit der Familie aufs Weidli im Zürcher OBerland, um weiter Vorkehrungen zu treffen. Sie freute sich.......
Morgen - Katzenberger läuft zur Hochform auf....
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