Samstag, 26. Mai 2012, 18:21:19 Uhr

01. Dezember 2010, 23:53

Der Familienrat - Planung für Weihnachten

Der Winter ist eingekehrt. Draussen schneit es was es kann. Überall sei der Verkehr zusammengebrochen, sagt soeben die Frau in der Tagesschau. Da staunt man mal wieder, wie so ein bisschen Schnee die Welt verändern kann, sagt Vater Alfred gutgelaunt. Seht, wie wir mittlerweile von unserem Pünktlichkeitswahnsinn abhängig sind, meint Bill. Ja, ja, sagt da der neunjährige Markus: "Meine Eisenbahn, hat da keine Probleme und grinst." So, jetzt ist es Zeit, dass wir einmal über unser weiteres Vorgehen reden, habt ihr alle Ideen?.....

Brüttisellen, 2.12.10 mk (mk) Gespannt lauschten alle auf Vaters Stimme. Sie war tief, angenehm, wenn auch etwas laut. Doch die Wärme die aus ihr kam tat gut und man wusste, für uns wird geschaut. Ja Kinder, wie jedes Jahr möchten wir doch zusammen wieder was gutes tun, etwas wo die Menschen Freude daran finden. Besonders die Menschen, denen es ganz einfach nicht so läuft wie es sollte. Nicht? Was meinst du Susanne, wollen wir wieder alles auf einen grossen Zettel schreiben? Susanne hatte bereits einen grossen weissen Karton besorgt, den sie stolz auf den Tisch legte. "Genau!" Jeder hatte nun einen Teil auf dem grossen weissen Viereck für sich und konnte seine Ideen dort aufschreiben.

Blessli hatte es sich hinter dem grossen Sofa auf dem feinen weissen Teppich gemütlich gemacht und schnarchte still vor sich hin. Rigettli, das herzige kleine Büsi schnurrte auf Vaters Schoss und krallte ganz fein seine Tätzchen in die Hosen. Darum hiess es auch mit Übernamen Tietze Tatze. Aus der Küche roch es wieder einmal nach verdunstetem Wasser in heisser Pfanne. Vater hatte wieder zum X-ten Mal seinen Kaffee nicht angegossen sondern nur Wasser gekoch, bis keines mehr da war. Mutter Susanne riet entnervt: Eines Tages wirst du noch das Haus niederbrennen!" Schallendes Gelächter aus der Stube und ein Vater Alfred, der rot anlief. "Kann ja mal passieren!" "Aber nicht dreimal am Tag!" rief Susanne. Blessli schaute kurz auf und schnarchte gleich wieder weiter.

Das weisse Blatt war schon bald voll geschrieben, Markus malte eine coole Ente darauf und Heidi zeichnete drei Herzchen. "Bist Du verliebt?" fragte Bill. "Sei still, Blödian!" Ha...... Grinste Bill. So, aufhören, jetzt wollen wir mal sehen was ihr so für Ideen habt.

Heidi und Bill hatten sich diesmal zusammengetan. Sozial waren sie beide auf gleicher Ebene. Vater, Mutter, wir möchten eigentlich diesmal etwas aussergewöhnliches machen. Wir möchten im Zürcher Oberland mit unseren armen Freunde ein riesiges wunderschönes Weihnachtsfest feiern. Wir möchten alle drei Weihnachtstage dort oben verbringen. Im Scheunenhaus gibt es ja 48 Schlafstellen und die Küche ist auch da und einen Aufenthaltsraum hat es auch und genügend Platz sowieso. Die Freunde von Heidi und mir würden mithelfen und die können ja bei uns im Haus schlafen. Und im Fond vom verstorbenen Onkel stehen ja für solche sozialen Sachen Geld zur Verfügung. Natürlich muss man den Stifungsrat anfragen, aber Vater und Mutter ihr seid ja da auch dabei und ihr könnt sicher die anderen von dieser Idee begeistern. "Halt mal!" sagt Vater Alfred, so einfach geht das nun auch wieder nicht, das ist organisatorisch ganz schön schwierig." "Aber huere lässig!" ruft Sophie! Ich habe auch drei Freunde die helfen möchten."Juhu, machte Markus." Da scheinen sich die Jungen wieder mal schnell einig geworden sein. lachte Mutter. Es ist noch nicht aller Tage Abend, meinte Vater. Meinst du, weil du noch bis Weihnachten arbeiten musst? fragte Markus. So, jetzt genug.
Blessli schaute bei diesen Worten kurz hinter dem Sofa hervor, fand es anscheinend in Ordnung .....und schnarchte weiter. "Habt ihr denn schon genauere Pläne?" Ja klar, meinte Bill...und wie...lachte Heidi, dass werden die schönsten Weihnachten aller Jahre. Wir feiern beim Einachten im Wald - schmücken am Nachmittag mit allen zusammen eine Tanne, machen ein Lagerfeuer und trinken heissen Punsch! Nachher gehts ins grosse Gästehaus, ich meine in den umgebauten Schuppen, wo Mami uns das Weihnachtsessen gekocht hat. Etwas ganz währschaftes, feines, leckeres. Und einem Dessert mit einer riesen grossen Schwarzwälder Torte! ruft Markus.

Wisst ihr wieviel Arbeit das alles braucht? Ja, Vater, sag ja, bitte! Na, gut, ich möchte aber erst darüber schlafen und wenn ich es auch für gut befinde, werde ich mit dem Stiftungsrat reden. Danke Papa! Heidi gab ihrem Vater einen Kuss und Bill schmatzte dabei laut, klar dass er einen Box bekam.

Die Kinder freuten sich, wauuuuuuuuuuuuuuuu, weist du, wie toll das wird? Aber wie sollen wir die Leute vom Moser (letzter Bauernhof vor der Einsamkeit und ende der Strasse) die Leute nach oben bringen. Ich sage nur Schnee Vespa, ja, aber pro Fahrt können wir nur vier Leute mitführen - fünf, wenn sie sich ein bisschen einengen. Der Moser hat aber auch noch zwei solcher Schneeviecher, ich glaube sogar er hat ein grosses mit breiten Raupen, er macht doch unten den Skilift klar. Fragen wir Ihn, er hilft sicher bei der Fahrt mit, wir laden ihn einfach ein. "Klar, nichts wie los ich rufe gleich an." Spinnst du, um diese Zeit kannst du sicher nicht mehr telefonieren. .......Sophie machte einen beleidigenden Eindruck, wollte doch nur....Schon gut, war ja auch nicht so gemeint. Sagte Bill. So, meinte nun Vater, jetzt holt uns Mutter aus der Küche einen feinen Most und dann können wir noch weiter bei Wurst und Käse ....Coca Cola für mich....ruft Heid...diskutieren.

Morgen am 3.12.10 lesen Sie - Die Idee reift....

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