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08. Juni 2010, 18:00
Die schönsten Stunden des Lebens
Der kleinere Bruder des grossen Ironman
Er ist in den Distanzen nicht so lang wie sein grosser Bruder der wahre Ironman, dabei aber umso eindrücklicher. Auch dieses Jahr war er viele Monate im Voraus ausgebucht. Der Ironman 70.3 gehört mittlerweile zum ganz grossen Sporthighlight der Rosenstadt Rapperswil und der angrenzenden Gemeinden, Dörfer und Landschaften des oberen Zürichsees, hinauf bis nach Goldingen. Tausende von Zuschaueren standen auch dieses Jahr entlang der Strassen um die Athleten anzufeuern. Auch wenn die grossartige Aera des Ronnie Schildknecht am wunderschönen Sonnentag zu Ende ging, erlebten die Zuschauer einen Wettkampf einer schier unglaublichen Faszination. Der neue Stern am Rosenhimmel heisst nun allerdings Michal Raelert in Persona Weltmeister des 70.3, kommt aus Rostock und ist nebenbei ein herzlicher aufgestellter Athlet. Mit ihm hat der Veranstalter ein grosses Los gezogen und ein neues attraktives Aushänge-schild für die nächsten Jahre gefunden. (Eine Reportage von Marcel und Andrea Krebs Text&Fotos)
6.6.2010 Rapperswil (mk) Wie jedes Jahr pilgern tausende von Zuschauern ins Mekka des Ironmansportes nach Jona am oberen Zürichsee. Jona das mittlerweile zu Rapperswil gehört hat dafür die idealen Voraussetzungen, einen tollen See und eine Infrastruktur, die für so eine Top-Veranstaltung einfach dazugehören. Rund um die Eishockey-Arena der Rapperswil-Jona Lakers, ist das Village für Besucher und Athleten aufgebaut - einmalig und voller Überraschungen.
Das Wetter als Garant
Woher die Veranstaltung immer das Wetterglück hat, wissen wahrscheinlich nur die Götter. So wandelten sich auch diesmal die düstersten Prognosen der vergangenen Woche für zwei Tage zum reinsten Sonnenschein. Per Knopfdruck sozusagen. Solches Wetter hellt natürlich auch die Köpfe der Athleten und Athletinnen auf. Das schlägt auf die Stimmung und das war auf was für eine.
Ironman 70.3 der kleinere Bruder
Vier Wochen vor dem grossen Ironman Switzerland ende Juli in Zürich, gleiten die Superathleten am Obersee 1,9km durchs Wasser - Pedalen 90km durch eine wunderschöne Landschaft und besuchen auf einer 21,1km langen Laufstrecke die Rosenstadt Rapperswil. Er ist aber nur in der Distanz kleiner, der 70.3. An Leistung, Ausdauer und Können, verlangt er von den Athleten genau so viel.
Das Rennen - Geht die Aera Schildknecht zu Ende?
Ronnie Schildknecht fand dieses Jahr im Weltmeister Michael Raelert (Siegerzeit 3:47.47) eine unüberwindbare Hürde. Auf der Rennstrecke, auf der er bereits dreimal als Sieger hervorgegangen ist, musste er sich dem Deutschen beugen. Dass im Ziel ein solcher Abstand zu Raelert bestehen würde, macht dennoch verwunderlich. Fast sieben! Minuten Rückstand hatte Schildknecht auf den Sieger (3:54.29), dicht gefolgt vom ehemaligen Kurzdistanz-Weltmeister Olivier Marceau aus der Schweiz(3:55.16). Das ultra schnelle Rennen war auch genau um diese Minuten schneller als letztes Jahr. Schildknecht wäre um eine Sekunde schneller gewesen als bei seinem Vorjahressieg. Er hat sich also praktisch leistungsmässig nicht verändert. Sein Meister fuhr ganz einfach in einer anderen Etage.
Realert ein ausgewogener Athlet
Äusserlich sieht man dem Deutschen seine Vielseitigkeit nicht unbedingt an. Beim Schwimmen entdeckt man aber viele Äehnlichkeiten mit Weltklasseschwimmern. So ist der Rostocker auch sehr schnell in dieser Disziplin. Auf der Rennmaschine ist Raelert die Ruhe in Persona. Nicht auffällig - dafür effizient und Raelert versteht es wie kein anderer bergabzufahren. Er beherrscht eine Fahrtechnik, wie sie die schnellsten Strassenprofis besitzen. Als Läufer ist Raelert sowieso einsame Spitze und würde in jedem Marathon eine gute Figur machen.
Mit Michael Raelert hat ein Superathlet gewonnen
Der amtierende Weltmeister über diese Distanz Michael Raelert, ist auch ein Glücksschein für Veranstalter Martin Koller. Was kann für die Zukunft schöner sein, als dass der amtierende Weltmeister zuoberst auf dem Podest gestanden hat? So war denn auch sein Lachen im Ziel um einiges grösser als die vorhergegangene Jahre. Gleich drei solche Superathleten mit Raelert, Schildknecht und Marceau auf dem Treppchen stehen zu haben, ist der grösste Wunsch jedes Veranstalters. Dass es dazu aber kam, ist dem Kampfgeist und der Willenskraft dieser Athleten zuzuschreiben, die sich wirklich nichts schenkten.
Caroline Steffen knapp vor Hofer
Bei den Frauen siegte nach einem spannenden Radduell Caroline Steffen vor Nicole Hofer. Gerademal zwölf Sekunden betrug der Vorsprung der Führenden beim Wechsel auf die Laufstrecke. In Führung liegend, liess sich die nach Australien ausgewanderte Schweizerin den Sieg jedoch nicht mehr nehmen und siegte in einer Zeit von 4:19.29. Den zweiten Platz belegte Nicole Hofer (4:25.25) vor der Drittplatzieren Karin Thürig (4:29:09).
Die gegen 50'000 Zuschauer im Start- und Zielgelände erlebten einen Tag - schöner könnte er nicht sein. Für viele war es der Tag des Jahres, wenn sie dem Papi, dem Mann oder der Frau, dem Götti oder der Gotte zurufen konnten. Ironman ist auch Familie - wenn auch eine riesengrosse Familie. Freundschaft, Kampf und Herzlichkeit. Die Ironmänner und die Ironmanfrauen haben wieder bewiesen, dass Wettkampf auch schön, fair und symptathisch sein kann.
Rangliste Overall Männer
1581 Klassierte
1. Raelert Michael,1980,D-Rostock 3:47.47,2 (4)
2. Schildknecht Ronnie,1979,Thalwil 3:54.29,2 (1)
3. Marceau Olivier,1973,F-Vallauris 3:55.16,6 (7)
Rangliste Overall Frauen
1. Steffen Caroline,1978,AUS-Mooloolaba 4:19.29,5 (43)
2. Hofer Nicole,1986,Willisau 4:25.25,4 (46)
3. Thürig Karin,1972,Retschwil 4:29.09,1 (42)
Gesamtrangliste
Leserkommentare (0) »

Ronnie Schildknecht wird Zweiter aber sehr deutlich geschlagen.


Ironman ist mehr als Sport....Ironman ist Familie! Hieg geht es ums Anfeuerungsplakat für Mami!!

Wenn Papi fährt dann geht die gesamte Familie mit!

Ironman hat viele Fans - Ganz einfach ein Erlebnis, dass man erlebt haben muss!

Freude am Sport, der Leistung und am Hobby!

Keine Japanischen Koi's sondern Superathleten an der Spitze des Feldes bei der 1,9km langen Schwimmdistanz.


Caroline Steffen siegte bei den Frauen.

Romain Guillaume aus Frankreich als Gesamtvierter.
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