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25. Januar 2010, 14:55

Donnergrollen am Suruggen

Das Hornschlittenrennen Suruggen - Landmark

Der Suruggen ist bekannt für einen langen Schneewinter. Das bergige Gelände rund um Heiden hat den auch einen grossen Vorteil - der Suruggen liegt zu 90% auf der Schattenseite und ist wie diesen Winter Schneesicher vom November bis weit in den Frühling hinein. So gibt es nur eines, wer an die Rennen ins Appenzellerland kommt, muss sich auf zweierlei Art warm anziehen. Erstens ist es auf dem Streckenabschnitt vom Hochmoor hinunter nach Landmark kaum 0 Grad und eher - bis weit hinunter. Zweitens donnern die Schlitten mit einer solchen Geschwindigkeit und
Wucht ins Tal, dass einem sehen und staunen vergeht.

23.1.2010 Brüttisellen (mk) Wer mit den schnellen Schlitten zu Tal donnert, der muss schon auch eine gewaltige Portion Können, eine über- durchschnittliche Kondition haben und vor allem auch noch grossen Mut im Herzen vereinen, um durch die Kurvenreiche Strecke hinunter zu donnern. Die hohen Tempi um die 70 kmh auch auf der harten Piste schadlos zu überstehen ist nicht einfach. Manch einer der schnellen Piloten und Teammitglieder bringt von der Strecke blaue Flecken mit.

Für das Publikum ist es eine grosse Sache. Dichtgedrängt stehen sie auch diesen Samstag ihren Mann und ihre Frau. Dazu ist die Familie auch noch mitgekommen und wenn Grossvater und Grossmutter noch gut zu Fuss sind, so stehen sie mit grossen Augen in der Zielkurve und bewundern die wagehalsigen Teams, die mit einer geballten Kraft voll Schlitten und Mannen auf sie zugeschossen kommen.

Die Strecke vom Hochmoor hinunter nach Landmark misst gut 1800m und hat eine Höhendifferenz von 177Höhenmetern. Das grosse Helferteam ist besorgt zwischen den Läufen die Piste wieder auf Vordermann zu bringen. Mit einem riesigen roten Traktor fährt der Streckenchef rauf und runter. 5x 65m3 Wasser hätte er schon diese Saison die Bahn runter gelassen sagt Fredi Breu der Streckenchef. Wir haben eine ausgezeichnete Bahn und die hält auch dieses Jahr mit Bestimmtheit bis in den Frühling.

Wir als Hornschlittenprofis benützen die Strecke für unseren Verein 3-4mal pro Saison. Die gesamte übrige Zeit, stellen wir die Strecke für alle Schlittelfans gratis zur Verfügung. Hier kann wer Spass will hinuntersausen - sagt ein begeisterter Rennleiter. Edy Straumann übt diese Funktion aus so lange es diese mächtige Sausestrecke gibt. Sie ist sein Lebenselexir, sein ein und alles. Und trotzdem ist es für ihn die letzte Saison nach 10 Jahren an vorderster Front. "Wenn aber Not am Mann ist, dann werde ich selbstverständlich aushelfen." meint er verschmitzt.

Der Landmark Gasthof ist im Ziel wieder offen

Lange war die Beiz zu. Nun können die Familien wieder nach dem Schlittelplausch ein feines Fondue essen - sich zwischendurch bei einem Punch aufwärmen oder das Zvieriplättli nehmen.

Zum Rennen gehört auch ein Fest

Nach dem anstrengenden Renntag feiern alle und auch die, die am Abend nur in die geheizte grosse Festhütte kommen den gelungenen Veranstaltungstag. Hornschlittenrennen sind eben im Appenzellerland etwas. Dass die Crew um Ok Präsident Roman Eisenhut, Rennleiter Edy Straumann und Streckenchef Fredi Breu grossartiges dabei leistet ist grossartig. Bescheiden sind allerdings die Mannen und Frauen des Hornschlitten Clubs Heiden und Umgebung. Für sie ist die Bahn mehr als nur darauf zu arbeiten. Sie ist sozusagen ihr zweites Leben - ihr zweites Zuhause. Mit viel Liebe und viel Begeisterung haben sie ein Bijou im Appenzellerland geschaffen.

http://www.surugge.ch/php/index.php?site=strecke (Die Strecke)
http://www.surugge.ch/php/index.php?site=kontakt (Kontaktadressen und Auskunft)

Rangliste Hornschlitten (Pdf, 57 kB)
 

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