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21. Dezember 2009, 13:11
Finale Grande - Risi-Marvulli gewinnen das Zürcher Sechstagerennen
In einem Hitchcock Finale gewinnen die beiden Schweizer Rennfahrer das 53.Zürcher Sechstagerennen. Dabei viel die Entscheidung äusserst knapp aus. Ihre stärksten Widersacher, die beiden Deutschen Leif Lampater und Christian Grasmann kämpften bis zum umfallen und mussten erst kurz vor Schluss die beiden Publikumslieblinge ziehen lassen.
Zürich, 20.12.09 (mk) Die 250 Runden Americaine der 53. Austragung war eines der Highlights der diesjährigen Austragung. Der Grosskampf wurde unter den beiden besten Paaren ausgetragen. Risi - Marvulli mussten heute einen 2 Runden Rückstand aufholen und dies taten sie mit grosser Klasse. Im Entscheidenden Moment fanden beide Spitzenmannschaften Unterstützung von ihren Landesmannschaften. Bei Risi-Marvulli traten Aeschbach-Marguet kräftig in die Pedalen, bei Lampater-Grasmann waren es Christian Bach und Danilo Hondo. So rangen die beiden Spitzenreiter einander alles ab. Der Uristier und der Zürcher Lausbueb schwangen dabei obenaus. Mit ihrer frechen Fahrweise entschieden sie die Sixdays für sich. Bruno Risi und Franco Marvulli stahlen allerdings ihren Sieg nicht, sie mussten sich ihn hart erkämpfen und gaben dabei alles. Am Schluss der Américaine mussten sie gehalten werden - alleine konnten sie nicht mehr vom Rad steigen.
Der 60. Sechstagesieg
Mit dem diesjährigen Sechstagerennen hat Bruno Risi einen absoluten Fahrer - Rekord aufgestellt. Zum 60. Male hat er das Zielband eines Sechstagerennens als Sieger durchfahren. Kein anderer Fahrer vor ihm, hat diese Leistung voll- bracht. Jetzt werden wir den urchigen Urner nicht mehr sehen. Nach einem Abstecher nach Bremen und dann nach Kopenhagen wird Bruno seine Karriere ende Winter endgültig beenden. Dem grossen Sportsmann gehört grossen Dank für seine grandiosen Leistungen. Bravo Bruno!
Lampater-Grasmann auf dem Weg nach ganz oben
Leif Lampater und Christian sind die kommenden Sterne am Sechstagehimmel. Mit ihrer attraktiven Fahrweise, ihrer sympathischen Art haben sie auch Zürich eingenommen. Der 27-Jährige Schwabe Lampater, der mit Pizza und Pasta durchs Leben geht, eine Freundin die Steffi heisst hat und seit neuestem einen (seinen) eigenen Veloclub managt ist auf dem Weg zur sportlichen Höchstblüte. Christian Grasmann ist der ideale Partner. Der 28-Jährige Münchner ehemalige Logistik-Manager Grasmann ist das Pendent zu Lampater. Zusammen sind (wir) sie stark! Und wie!! Man könnte noch weiter gehen und sagen:" Ohne Lampater-Grasmann keine attraktiven Sixdays!" Was die beiden zeigen ist Radsport höchster Schule und dabei vermitteln sie noch eine riesengrosse Portion Zuversicht und Vertrauen - für jede Veranstaltung. Lampater - Grasmann sind eben sichere Werte.
Die besten Sixdays der letzten Jahre
Zusammenfassend darf man sagen, dass die diesjährige Austragung alles der letzten Jahre übertraf. Der Zuschaueraufmarsch war gut - die sportliche Leistung sehr gut und über's ganze gesehen haben die Sixdays mehr als überzeugt. Einzig im Showablauf sind noch die grössten Defizite, Show geht anders. Obwohl mit den Eurodancers und dem singenden Pedaleur der argentinischen Mannschaft Sebastian Donadio zwei sehr gute Showhighlights eengagiert wurden. Show ist aber auch ein Funke der Springen muss - und das hat während all den Tagen nur bei den zwei genannten Showelementen stattgefunden. Dazu waren die meisten Acts zu lang, zu langweilig und wenig spektakulär. Schon gesehen, schon gehabt. Auch die masslosen Übertreibungen des Hallenspeakers sind gewöhnungs- und verbesserungsbedürftig.
Und dennoch - Wie weiter?
Ohne ein starkes Schweizer Paar wie Risi - Marvulli, wird die Veranstaltung nicht überleben können. Die nächste Austragung mit den beiden Hauptsponsoren ist noch gesichert - doch was kommt dann? Ebenfalls Tatsache ist, dass es im Moment keinen Fahrer in der Schweiz gibt, der Risi ersetzen könnte. Weder sportlich noch showmässig. Risi war und bleibt ein Unikat! Hoffnungen gibt es in Tristan Marguet, doch bis der junge Rennfahrer so weit ist, können noch 2-3 Jahre vergehen. Doch die Zeit drängt - November 2010 ist bald, Rennen auf der Bahn sind nicht mehr viele und die Frage, ob weitere Veranstalter Marvulli-Marguet in dieser Kombination fahren lassen ist ebenfalls mehr als ungewiss. Und solche Typen wie Risi-Marvulli im Duopack, kann man halt nicht einfach aus dem Regal hervorholen. Die diesjährigen Sixdays haben gezeigt, dass das Publikum bereit wäre, wieder in den Bahnradsport zu investieren. Das Budget der Veranstalter an zahlenden Zuschauern wurde überschritten. Doch der zahlende Zuschauer verlangt auch eine Gegenleistung - und die werden die Veranstalter schon nächtes Jahr und in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht geben können. Was nun? Wie weiter? Keine leichten Fragen und mit einer leisen Vorahnungen denkt man an die nächste Austragung ende November 2010 - und diese Veranstaltung, ja diese 54. Sixdays von Zürich, könnten tatsächlich die letzten sein.
Schlussstand am Sonntag Abend
Profi: 1. Bruno Risi/Franco Marvulli (Sz) 376 Punkte. 2. 1 Runde zurück: Leif Lampater/Christian Grasmann (De) 358. 3. 3 Runden zurück: Alexander Aeschbach/Tristan Marguet (Sz) 288. 4. 6 Runden zurück: Danilo Hondo/ Christian Bach (De) 237. 5. 8 Runden zurück: Andreas Müller/Sven Kraus (Ö/De) 138. 6. 12 Runden zurück: Daniel Holloway/Sebastian Siedler (USA/De) 106. 7. 13 Runden zurück: Walter Perez/Sebastian Donadio (Arg) 169. 8. 13 Runden zurück: Fabio Ciccone/Fabio Masotti (It) 102. 9. 20 Runden zurück: Petr Lazar/Alois Kankovski (Tsch) 122. 10. 24 Runden zurück: Jesper Mörkov/Michael Larsen (Dä) 57. 11. 25 Runden zurück: Maxime Bally/Loïc Perizzolo (Sz) 73. 12. 26 Runden zurück: Nolan Hoffman/Dean Edwards (SA) 129.
Rangliste Steher:
1 4 Peter Jörg (SUI) René Aeby (SUI) Planzer 18
2 1 Giuseppe Atzeni (SUI) André Dippel (GER) SUN Microsystems 19
3 5 Mario Vonhof (GER) Dieter Durst (GER) DEMA Reinigungen 20
4 3 Mario Birrer (SUI) Helmut Baur (GER) MARTI Trans 26
5 2 Reto Frey (SUI) Mathias Luginbühl (SUI) Lerch & Partner 31
6 6 Bruno Menzi (SUI) Thomas Baur (GER) A.S.E. Menzi 33
Rangliste Amateure:
1 1 Claudio Imhof (SUI) | Silvan Dillier (SUI) Rest. Furtbächli Regensdorf 0 42
2 8 Kilian Moser (SUI) | Robin Traber (SUI) Mösler + Meier AG 6 26
3 2 Gregory Hugentobler(SUI) | Cyrille Thièry (SUI) Raiffeisen Oerlikon 6 21
4 12 Danny Heeley (USA) | Ian Moir (USA) Georg Kaufmann AG 7 13
5 6 Damien Corthésy (SUI) | Pierre Kaeslin (SUI) Trois jours d’Aigle 7 10
6 3 Dominik Stucki (SUI) | Oliver Hofstetter (SUI) Flatera Radsport Uster 7 4
7 10 Jan Keller (SUI) | Joel Peter (SUI) Sihldruck AG 8 23
8 4 Jan-Moritz Müller (GER) | Moritz Pfeiffer (GER) Media Direct AG 9 18
9 7 Kabir Lenzi (ITA) | Jacobo Malatesta (ITA) Roland Studer AG Bedachungen 9 4
10 9 Jàn Kadùch (CZE) | Michael Mràcek (CZE) AbZ Werbeartikel AG 10 4
11 5 Michael Sutter (SUI) | Michael Riedle (GER) EKZ Züri Metzgete 14 0
12 11 Lukas Gelosky (AUT) | Stefan Paztl (AUT) Kleger Demko Naturbetten 22 0
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Siegerehrung mit Nationalhymmne.

Die entscheidende Abslösung.

Zu spät reagiert - die grossen Widersacher Lampater-Grasmann.

Geschafft! Risi mit seinem Entdecker und Förderer Geni Wipfli.

Die grosse Familie steht bereit!

Uri und die Schweiz feiert!!


Ein schöner Augenblick. Bruno Risi mit seinen drei Kindern.

Amerikanisches Embiente mit viel Witz und Charme! Daniel Holloway (undten) USA und Christian Siedler Germany.

Wie er (Leif) lebt und ist - Powerman Leif Lampater in voller Fahrt.
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