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19. Dezember 2009, 22:39
Tausende feiern Brunos Abschied!
Ein grosser Schweizer Sportler beendet an den diesjährigen Zürcher Sixdays seine Karriere. Eine Karriere die insgesamt 59 Sechstagesiege zählt, 7 Weltmeistertitel und 1 Olympiasieg enthält und nicht weniger als 22 Schweizermeistertitel auf dem Konto hat. Bruno Risi wird wohl als der grösste Schweizer Rennfahrer in die Geschichte eingehen. Risis Abschied war ein würdiger. Über 5000 Tausend Besucher nahmen an der glanzvollen Zeremonie im Zürcher Hallenstadion teil. Der grosse Speaker des Radsportes in der ganzen Welt, Chraly Schlott sagte es in seiner Laudiatia treffend: "Zum Talent gehört auch eine grosse Portion Freude - dass macht den wahren Champion aus."
Zürich, 19.12.09 (mk) Neun mal hat er in Zürich gewonnen - 3x in Berlin - 5x in Bremen - 9x in München und das Palmares liesse sich noch beliebig fortsetzen. Mit seinen 189 Sechstagerennen wovon er 59 Gewann, davon 37x mit Betschart und 17x mit Franco Marvulli und 3x mit Eric Zabel, gehört der Urner zu den grössten Sixdaysfahrer aller Zeiten. Bruno Risi wird als bekanntester Sechstagefahrer in die Geschichtsbücher eingehen. Sein Olympiatitel in Athen war wohl sein grösster Triumph. Geblieben ist aber Bruno Risi immer der Risi, wie in alle seit seiner Jugend an kennen. Da, wo er noch mit dem Rennrad zusammen mit seinem Partner Kurt Betschart immer an die Abendrennen auf der offenen Rennbahn in Oerlikon fuhr. Ein ehrlicher, sympathischer, grossartiger Junge - zu Spässen aufgelegt, bis ins hohe Rennfahreralter.
Der Regierungsrat des Kantons Uri sagte es treffend und mit Würde: Der Uristier blickt unsterblich auf Dich hinab, auf Dich Bruno - wo Du als Alpentornado Deinen Gegnern das Fürchte gelernt hast - und doch bist Du immer etwas geblieben - ein herzensguter Kerl mit einer grossartigen Bescheidenheit und einem grossen Sinn für Kameradschaft und Freundschaft unter den Sportlern und allen Menschen, die mit Dir zu tun hatten.
Brunos Abschiedslied an das Publikum war sein Lieblingslied der Bahn Alpenrosen, dass er selber zum Abschied durchs Mikro sang.
Bruno Risi wird eine kaum schliessbare Lücke im Bahnradsport hinterlassen. Und dies nicht nur in Zürich, sondern auf der ganzen Welt. Er ist der Chef der Winterbahnen. - Endstation ist allerdings noch nicht. Zuerst gilt es noch heute Abend und morgen Nachmittag den erneuten Sieg an den Zürcher Sixdays einzufahren. Es wäre der 60. in seiner Karriere. Dann folgen noch vier Rennen im Ausland und dann ist endgültig Schluss.
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