Donnerstag, 9. Februar 2012, 14:42:47 Uhr

16. Dezember 2009, 11:21

Wie in alten Zeiten

Ein wahrlich wahnsinniger Abschied

Bruno Risi und Franco Marvulli fegten die Konkurrenz wie in alten Zeiten von der Piste. Ein Spektakel mit faszinierenden Duellen auf dem Holzoval des Oerlikoner Wädlitempels begeisterten die rund 3000 Zuschauer am ersten Abend des diesjährigen Zürcher Sechstage-Rennens. Gespannt darf man auf den "grossen" Samstag warten, wo die offizielle Verabschiedung der Radlegende Bruno Risi stattfindet.

Zürich, 15.12.09 (mk) Die 160 Runden Americaine von Möbel Märki übertraf alles, was man als Radfan erwarten durfte. Es wurde auf höchster Ebene um Punkte und Rundenvorsprung gefahren. So meinte Franco Marvulli:" Es hat einfach alles gepasst! Selten gelingt eine so wahnsinns Duplette. Ich konnte Bruno Risi genau hinter dem Feld ein zweites Mal losschicken und Bruno holte alles heraus."

Das Publikum konnte sich nicht mehr auf den Sitzen halten. Es stampfte,tobte und trieb die Pedaleure zu immer grösserem an. Solchen Sport hat man schon am ersten Abend nicht erwartet. Sensationell, faszinierend und unglaublich. Supergeil, betitelten es die Fans. "Lueg dä Franco, jetzt haut er wieder alli id Pfanne. Das isches, das isch Sport, Saugeil!"

Ein neues Erfolgsrezept? - Sportlich interessant!

Mit dem Mix aus Show-Action und Heiterkeit scheint den Organisatoren der Dreh gelungen zu sein. Obwohl man bei Betrachtung der Startliste etliche Namen vermisste, lief auch sportlich überraschend viel. Leicht wird es dem Alpenblitz Risi-Marvulli allerdings nicht gemacht. Besonders Leif Lampater konnte am ersten Abend seine Endschnelligkeit ausspielen und mit seinem Partner Christian Grasmann hat er einen Pedaleur der auch ohne Ablösung ein paar Runden pfeilschnell das Oval umrunden kann. Alexander Aeschbach und Tristan Marguet sind aus Schweizer Sicht sicher ein guter Wert. Die Argentinier Perez und Donaldo momentane Stars auf den Zement und Holzbahnen müssen zuerst den Jetlet verarbeiten, dürften aber gegen ende Woche einen zünftigen draufgeben.

Ein erfreulicher Anfang mit einem explosiven Ende?

Jedenfalls haben die Fahrer bereits am ersten Tag mächtig auf die Pauken gehauen. Man darf sich freuen auf die folgenden Tage. Wenn die Steigerung auf der Bahn in solchen Schritten weitergeht, wird der Samstag und der Sonntag zum eindrücklichen Erlebnis auf den Winterbahnen und könnte vielleicht sogar ein neuer Meilenstein im Sechstagegeschäft werden. Mit dieser Rasse und Klasse vermisst man jedenfalls die anderen abwesenden Stars der Sechstage-Szene, die das gleichzeitig laufende neue Sechstagerennen in Apeldorn Holland bevorzugten, nicht.

Zwischenstand nach der ersten Nacht

1 1 Bruno Risi (SUI) | Franco Marvulli (SUI) Skoda-Möbel Märki 0 63
2 11 Leif Lampater (GER) | Christian Grasmann (GER) riverside 0 61
3 8 Alexander Aeschbach (SUI) | Tristan Marguet (SUI) Price 0 47
4 2 Walter Perez (ARG) | Sebastian Donadio (ARG) Habegger 2 29
5 4 Danilo Hondo (GER) | Christian Bach (GER) Skoda 2 29
6 12 Daniel Holloway (USA) | Christian Siedler (GER) Krone Unterstrass 2 18
7 3 Andreas Müller (GER) | Sven Krauss (GER) riverside 2 13
8 5 Petr Lazar (CSZ) | Alois Kankovski (CSZ) BMC 3 25
9 6 Jesper Morkov (DEN) | Michael Larsen (DEN) SAMSUNG 3 2
10 10 Nolan Hoffman | Dean Edwards (RSA) Atzmännig 4 26
11 13 Angelo Ciccone (ITA) | Fabio Masotti (ITA) ASSOS 4 15
12 9 Maxime Bally (SUI | Loïc Perizzolo (SUI) Riposa 6 12
13 7 Toni Tauler (ESP) | Dario Colla (ARG) Holcim 6 2

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Sie sind in Topform, die Favoriten vom Zürcher Sechstagerennen - Bruno Risi und Franco Marvulli.

Trainer und Betreuer Geni Wipfli mit seinem Schützling Bruno Risi.

 

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