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02. November 2009, 21:34
Christian Heule gewinnt das internationale Radquer von Hittnau
Der 34-Jährige Tuggener Christian Heule gewinnt in überlegener Manier und halber Kraft das internationale Radquer von Hittnau ZH. Heule hatte heute keine Gegner und man fragt sich, wie stark die Schweizer Radquerszene überhaupt nocht ist. Heule konnte seinen Start-Zielsieg in ruhiger Weise nach Hause tragen. Zweiter wurde der Tscheche Kamil Ausbuhber vor dem Italiener Luca Damiani.
Brüttisellen, 1.11.09 (mk) Das heutige internationale Radquer in Hittnau, kannte nur einen Namen - Christian Heule. Heule dominierte in allen Belangen auf der schnellen Strecke und spielte mit seinen Gegnern Katz und Maus. So konnte der Tuggener sich es auf den letzten beiden Runden leisten, einen Tritt kleiner zu fahren und Kräfte für die nächsten Renneinsätze zu sparen. Zu schwach war das Gegnerfeld - zu stark der momentan Beste Schweizer im internationalen Renngeschehen. Immerhin schafft Heule es in die Top Ten der Weltspitze zu fahren. Und dies Spitze ist eng, wenn man bedenkt, dass bei den grossen Rennen um Sekunden gefihgtet wird. Doch das Level mit unseren Rennen im Vergleich ist riesengross.
So fehlte dem Rennen heute ganz einfach der Pfiff, was die nicht wie in früheren Jahren aufmarschierte Zuschauer-kulisse sicher enttäuschte. Trösten konnten sich die Zuschauer wenigstens mit dem Sieger. Er zeigte auf den Runden 1-10 tollen Sport.
Neue Männer braucht das Land
Nicht nur Fahrer, nein, auch neue Organisatoren mit Ideen und neuen inovativen Wegen für die Zukunft braucht es im Radquersport. Dies hat aber nichts mit der Organisation in Hittnau zu tun, die gut war. Dennoch müssen sich die Verantwortlichen etwas überlegen. Der Quersport ist zu wenig attraktiv und obwohl er mehrmals tot gesagt wurde lebt er noch.....doch das letzte Stündlein könnte jetzt endgültig schlagen. Bringen es die Organisatoren nicht fertig wieder die Massen an die Strecke zu locken, wird hinter der Hütte der Hörnlimann das Grab schaufeln. Die UCI ist da mitgefordert, den sie war es schlussendlich die Organisation und der Weltverband, der die schweren Strecken im Morast vom Rennkalender verbannte. In solcher Form haben Radquers keine Chance gegen Mountainbike Prüfungen zu bestehen. Nimmt man nur als Beispiel die steile Abfahrt am Gurten in Bern, dort wo immer wieder Hunderte, ja Tausende stehen - sind diese Geländefahrten ein Schatten ihrer selbst.
Das Argument, dass mehr Strassenfahrer Quersport betreiben hat sich in all den Jahren nicht oder nie bestätigt, im Gegenteil - das Fahrerfeld wird immer dünner. Wer schon im Dreck strampeln will, der tut dies lieber auf dem Mountainbike.
Vergleicht man die diesjährigen Radquers miteinander mit Veranstaltungen in der Zeit als der Radquersport einen Schweizer Weltmeister am anderen hervorbrachte, so kommt man zu einem nachdenklichen, ja fast bedenklichen Ergebnis. Schade. Wenige Stationen können sich noch halten. Gespannt darf man auf die Austragungen in Frenkendorf und Dagmersellen warten.
Resultate
1. Christian Heule (Tuggen) 1:02:46. 2. Kamil Ausbuher (Tsch) 0:12 zurück. 3. Luca Damiani (It), gleiche Zeit. 4. Vladimir Kyzivat (Tsch) 0:22. 5. Lukas Flückiger (Wynigen) 0:24. 6. Marco Ponta (It) 0:31. 7. Marcel Wildhaber (Wangen) 1:00. 8. Alessandro Gambino (It) 1:08. 9. Fabio Ursi (It) 1:27. 10. Bryan Falaschi (It) 1:38.
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