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Benjamin Popaj gewinnt gegen den sehr starken Oberbayrischen Gegner Norman Meinecke glücklich. mit 2:1


Die 24-jährige Zürcherin Sandra Steiner hat soeben ihre Ausbildung in Mathe an der ETH Zürich abgeschlossen. In den nächsten 3-4 Jahren wird sie in den weltberühmten Labors ihren Doktor in Mathe und Physik machen. Und so nebenbei ist sie Boxerin. Boxen ist aber für Sandra mehr als nur in den Ring steigen. Boxen bedeutet für Sandra Steiner Leben - ganz einfach ihr Lebenselexir. Die sympatische Akademikerin ist eine Frohnatur - ein junge Frau zum Pferde stehlen.

Sandra, wie bist Du zum Sport gekommen? +++ Mit vier Jahren begann ich im Club Tennis zu spielen. So richtig mit allem was dazu gehört. Das Training wurde ausgebaut, Kondition, Technik usw. Doch als ich vom Gymmnasium den Übertritt an die ETH machte, hatte ich auch genug vom Tennisspielen. Ich suchte eine neue Herausforderung - und per wie man so schön sagt Herr Zufall - nahm ich an einem Probetraining im Boxclub Zürich teil. Da hat es klick gemacht! Und seither hat mich Boxen nicht mehr losgelassen.

Boxen bedeutet für mich viel! Die Wettkämpfe - das Training und die Reisen. Ich war in Hamburg und London - im Norden und im Osten und habe viele herzliche Menschen kennengelernt. Als Boxerin habe ich Gelegenheit immer wieder in fremde Länder zu reisen.

Wie reagierst Du - mental - wenn Du eine Volle geladen bekommst? Sandra Steiner: Auf keinen Fall darf da Wut oder ähnliches aufkommen. Schmerzt der Schlag noch so, muss man sich konzentrieren und nichts unüberlegtes tun. Mit einem Racheschlag würde ich mich meiner Gegnerin komplett ausliefern, die mein Verhalten mit Sicherheit schamlos ausnützen würde. So gibt es nichts anderes - auf die Zähne beissen - denken kannst du was du willst - und weiter überlegt voran. Der Gedanke der Wut taucht aber mit Sicherheit ab und zu auf. Doch - Beherrschung ist alles!+++Was haben eigentlich Deine Freunde, Deine Eltern und Bekannten zum Übertritt vom hochdotierten Tennis zum Boxsport gesagt? Sandra Steiner: Oh....Gedacht haben sicher alle mehr, als sie mir gesagt haben. So habe ich es aus ihren Gesichtern gelesen! So etwa - Was????Hä????Nein????Glaube ich nicht! - Ich liess mich aber nicht mehr davon abhalten. Es hat dann auch einige Zeit gedauert, bis meine Mutter an einen Kampf gekommen ist. Jetzt kommt sie aber meistens mit und meine Freunde und Bekannten freuen sich über meine Wettkämpfe. ++++++Wie steht Dein Freund zum Boxen? Sandra Steiner: Ich haben keinen Freund, ich bin Single. Er müsste es aber akzeptieren, mich so nehmen wie ich bin. +++Hat es auch schon das berühmte blaue Veilchen gegeben? Sandra Steiner: Ja! Doch nicht im Wettkampf sondern im Training. Mein Sparringpartner schlug mir im Training eines - so ein schönes, viollet blaues. Ich war aber selber Schuld.

Wie geht es jetzt weiter nach Deinem Studienabschluss? Sandra Steiner: Ich werde in den nächsten drei bis vier Jahren meine Doktorarbeit machen. Ich arbeite im ETH Labor. So kann ich mich auch weiter meinem Boxtraining serjös widmen.+++Käme auch ein Schritt als Profiboxerin in Frage? Sandra Steiner: Im Moment sicher nicht. Ich bin eine vollblut Amateurboxerin. Es gefällt mir so! Die Verbindung von Beruf und Sport ist einmalig. Die Erfüllung zusammen ist wunderbar. Und Swiss Boxing, der Schweizer Boxverband unterstützt mich in allen Belangen bestens. Was später einmal werden könnte, vielleicht? Ich lebe dennoch jetzt und will das Amateurboxen in vollen Zügen geniessen. Dazu liebe ich meine Arbeit in der Physik und als Mathematikerin. Ich werde ebenfalls eine Zusatzausbildung als Gymmnasial-Lehrerin machen, damit ich Mathe unterrichten kann. ++++Mit Sandra Steiner sprach Marcel Krebs+++
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