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12. Juni 2009, 14:39

Hawaii beginnt am Obersee

Die dritte Auflage des Ironman 70.3 sprengte alle Grenzen!

Die dritte Auflage des Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona, sprengte bei der diesjährigen Austragung alle Grenzen. Das Wetter, dass bis in die frühen Morgenstunden von Hagel, Blitz und Donner begleitet war, hellte sich auf und präsentierte die Rosenstadt am Zürichsee mitten in Hawai. Wunderbare sommerliche Temperaturen und Tausende im Zielgelände und am Strassenrand längs der Strecke, feierten die Profis wie die Freizeitathleten frenetisch. Das Städtchen am Zürichsee lag auf einmal mitten in Hawai!

Brüttisellen, 8.6.09 (mk) Die Startplätze des diesjährigen Ironman 70.3 waren schon ausgebucht, als man noch mitten in den kalten Wintermonaten steckte. Die Strecke am oberen Zürichsee, bis hinauf in die malerischen Landschaften des Zürcher Oberlandes sind eben einmalig und wunderschön. Das Streckenprofil besonders jenes der Radstrecke ist sehr anforderungsreich, dafür bekommt der Athlet dafür auch Balsam auf seine Qualen. Längs der Radstrecke, besonders den Hexenhügel hinauf stehen Tausende und feuern die Athleten an. Folkloregruppen, Fasnachtsgruppen in Hexenkostümen und fast die ganze Bevölkerung stehen am Strassenrand. Für die Athleten und auch die begeisterten Zuschauer das Spektakel des Jahres.

2250 Athleten am Start aus 49 Nationen

Das Maximum der erlaubten Startplätze wird ja bekanntlich in Rapperswil schon sehr früh erreicht. Jedes Jahr stehen hunderte Athleten vor dem verschlossenen Anmeldungsportal. Dies lässt sich leider nicht ändern, sagt Martin Koller, der Chef des Ironman Schweiz. Wir können in Rapperswil nur diese Anzahl Athleten starten lassen, für einen grösseren Startbereich bekommen wir keine Bewilligung.

Der Start ins kalte Wasser des Zürichsees

Zum Baden lädt der Zürichsee dieses Jahr nun nicht gerade ein. Er ist zwar blitzsauber, doch die Wassertemperaturen kamen auch bei der dritten Austragung nich über 16° C. Für die Triathleten aber kein Hindernis - mit ihren Neoprenanzügen eher ein Vergnügen. Die Spitzenathleten zeigten sich aber unbeeindruckt und schwammen um die Wette als schwimme der Teufel hinter ihnen her. Wenn man bedenkt, dass der Spanier Alberto Marko die 1,9km in 22:40 durchschwamm, dan merkt man, was für Top-Athleten am Start waren. Marko konnte sich aber auf dem Rad nicht steigern und wurde schlussendlich nur 13.

Favorit Schildknecht lag gut im kalten Wasser

Ronnie Schildknecht, der letztjährige Sieger in Rapperswil, hat diesen Winter sehr an seinen Schwimmfähigkeiten trainiert. Dennoch musste er einige der Top-20 an sich vorbeiziehen lassen, lange konnte er sich vorne halten, mit 24:58 reichte es ihm dann aber lediglich für den 20.Platz.

Auf die Rennmaschine und Richtung Watcheshill

Schildknecht nahm die erneute Zwischenlandung auf den schlechteren Schwimmplätzen nicht tragisch. Umso mehr trat er ihn die Pedalen. Was dieser Schildi auf der Rennmaschine drauf hat, merkt man spätesens, wenn man neben ihm herfährt. (Auf dem Töff-versteht sich) Die Tachonadel zeigte auf der geraden, leicht Hügeligen Strecke zu Anfang nie unter 50 und die Spitzenwerte lagen vermehrt bei 55 Stundenkilometern. Dass das Gesamtbild dann noch ruhig aussieht und der Athlet noch Seelenruhig Achtung auf die Seite (zweite Runde) seinen langsameren Kontrahenten zurufen kann, erstaunt umsomehr. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 43 kmh erinnert eher an ein Tour de France Zeitfahren als an einen Ironman. Bedenkt man, dass einige Kilometer starke Steigung von bis zu 9% enthalten und Rythmuskiller sind. Jedenfalls war auch dieses Jahr der abschliessend "Rosenstadtlauf" über die Halbmarathonstrecke ein Lauf für die eigene Freude und der Auftakt zu einer weiteren vielversprechenden Saison des Ronnie Schildknecht.

Das Volk der Triathleten wächst immer noch

"Nachwuchssorgen" hat man in der Triathlonsektion nicht. Das Volk der Freizeittriathleten wächst und wächst. Keine Strapazen scheinen zu gross zu sein. Bedenkt man, dass alle am Montag wieder im Büro sitzen oder an der Drehbank stehen, verwunderts einem schon, was für unglaubliche Strapazen die Männer und Frauen auf sich nehmen. Doch Triathlonsport ist mehr als Sport. Verbunden mit Wasser Land und Bewegung erreicht der Triathlon eigentlich alles, was in der Freizeit an Ertüchtigung Spass macht.

Glückliche Gesichter und stolze Ehefrauen

Wer den Ironman 70.3 in Rapperswil als Finisher beendet hat darf sich als einer der grossen Glücklichen nennen, der es fertig gebracht hat, eine riesengrosse Leistung Tausenden zu zeigen. Die Genugtuung aber denke ist, dass jeder Athlet und jede Athletin persönlich ihrem Glück 4-5Stunden gegenüber gestanden ist. Die begleitenden Familien-mitglieder sind ebenso stolz auf ihren Vater oder ihre Mutter, die da wie aus der Kanone geschossen, daher gefahren kommt.

Die Ranglisten - die Resultate

2'200 Athletinnen und Athleten aus 49 Nationen starteten heute zum dritten IRONMAN 70.3 SWITZERLAND 2009 in Rapperswil-Jona. Topfavorit und Titelverteidiger Ronnie Schildknecht konnte auf der Radstrecke bereits nach 10 km zur Spitze aufschliessen und sich einen Vorsprung von knapp vier Minuten auf den zweitplatzierten Mike Aigroz herausfahren. Mit einem soliden Lauf setzte er sich gegen ein Weltklassefeld durch und feierte seinen dritten Sieg (3:54.30,1). Bei den Frauen entschied die Kurz- distanzspezialisten Sarah Schütz aus Dübendorf das Rennen für sich (4:28.26,8). Die Favoritin Karin Thürig belegte nach einer fulminanten Aufholjagd auf der Radstrecke und einer starken Laufleistung den dritten Platz (4:35.03,3).

Rapperswil-Jona, 7.6.09 (mk) Top Five Herren
1. Ronnie Schildknecht (SUI) 3:54.30,1
2. Mike Aigroz (SUI) 3:56.10,5
3. Alessandro Degasperi (ITA) 3:57.47,7
4. Jimmy Johnsen (DEN) 3:58.39,4

Top Damen

Top Five Damen
1. Sarah Schütz (SUI) 4:28.26,8
2. Erika Csomor (HUN) 4:29.03,2
3. Karin Thürig (SUI) 4:35.03,3
4. Sibylle Matter (SUI) 4:37.05,3
5. Tara Prowse (AUS) 4:39.12,0

http://services.datasport.com/2009/tri/ims703/ (Alle Resultate)

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