Samstag, 26. Mai 2012, 17:39:57 Uhr

22. April 2009, 17:20

Lieber 50 Millionen als eine Sportoase für Jungs und Mädchen!

Der Zürcher Stadtrat Georg Lauber hält nicht viel von der offenen Rennbahn in Oerlikon!

Wer das Jahresheft der IG Rennbahn Oerlikon aufschlägt, dem verschlägt es auf der ersten Seite buchstäblich den Atem. Da schreibt der Zürcher Stadtrat George Lauber in kühnster Frechheit:" Wie Sie wissen, sind die Tage der alten Rennbahn gezählt. und weiter...So lange die Bausubstanz so lange durchhält..." Antisportler Lauber, der sich gern im Turntenue am Zürich Marathon zeigt, scheint damit zum Totengräber für viele hundert Radsportler in der Schweiz zu werden. "Ich will was neues für die heutige Generation! Damit zählt der die Radsportfamilie zu Läufern aus der Gruft. Wie viele sinnlos gebaute Turnhallen und Sportanlagen in der Stadt Zürich stehen, die die meiste Zeit dabei unbenutzt sind, verschweigt er. Auf 50 Millionen an Bodenwert, wird das Oerlikoner Areal geschätzt, viele Projekte sollen schon in Vorbereitung sein. Diesem Geld schenkt der sportfeindliche Stadtminister wohl mehr Vertrauen, als erfolgreichen, jungen zukunftsorientierten Spitzensportlern. Jungs und Mädchen müssen um ihren Radsport bangen und wohl in Zukunft Turnschuhe und Leibchen für den Zürich Marathon kaufen. Das letzte Wort 2012 wird allerdings das Stimmvolk haben!!

Brüttisellen, 22.4.09 (mk) Neben des bitteren Vorwortes, gibt es aber auch viel erfreuliches von der Zementpiste zu berichten. So haben sich bereits jetzt schon, fast 30 Jungs und Mädchen zum neuen Bahnkurs angemeldet. Alois Iten der Organisator und Trainer des Kurses meint, dass es jetzt schon die obere Grenze für den Kurs sei, doch er werde auch noch mehr Bahnanwärter aufnehmen und im schlimmsten Fall, auch noch einen zweiten Lehrgang durchführen.

Zum Siebtenmal in die Bahnsaison

Unter der IG Rennbahn Oerlikon läuft nun dieses Jahr bereits die siebente Saison. Als Auflockerung zum Bahnradrennsport hat man sich auch dieses Jahr wieder viel Neues einfallen lassen. 2-3 Inlinerennen und eins bis zwei Militärradrennen werden auf dem Programm stehen. Dazu wird am 21.Juli das grosse Abschiedsfest von Bruno Risi auf der offenen Rennbahn stattfinden. Mit einem grossen Unterhaltungsfest und einer Bigband soll die Urner Rackete von der Zementbahn gebührend verabschiedet werden.

Nationaltrainer Daniel Gisiger sieht im Schweizer Bahnrennsport eine rosige Zukunft

Robert Dill Bundi, Von Känel, Urs Freuler und auch er selbst, verdanken ihre grossen Karrieren dem Bahnvierer, dem sie alle mal angehörten. "Nun bauen wir seit zwei Jahren einen neuen Vierer auf und der hat bereits an den letzten Titelkämpfen international den sechsten Platz belegt. Darauf sind wir stolz! Bereits jetzt schon, besitzen wir mit Claudio Imhof, Silvan Dillier und dem zu den Profis übergetretenen Tristan Marguet wahre Perlen der Zukunft. Gisigers Weg scheint der einzig Richtige zu sein.

Diese vergoldeten und veredelten Radsportperlen werden auch die RS in einer besonderen Elitesporteinheit absolvieren können. Sie werden die nötige Zeit bekommen um im gleichen Umfang das Training wie bisher zu absolvieren, auch wird das sportfreundliche Militär den Jungs die Zeit für Rennen im In-und Ausland zur Verfügung stellen. Swiss-Olympics hat seine Meinung geändert und unterstützt den neuen Bahnvierer mit grossen finanziellen Mitteln.

Für Daniel Gysiger ist der Bahnvierer ein voller Erfolg und eines der grössten Versprechen im schweizer Radsport der Zukunft. Die Zusammenarbeit mit den lange schwerfälligen Trainern der Clubs, die ihre Fahrer lieber auf der Strasse als auf der Bahn gesehen haben, hat sich um 90° gewendet.

Helferarbeit auf der Rennbahn statt versauern im Altersheim!

Der IG Hilfsdienst besteht aus Männern und Frauen im wohlverdienten Ruhestand! Anstatt in Altersheimen zu versauern, helfen jedes Jahr über 20 AHV Rentner und Rentnerinnen als Helfer bei der IG Rennbahn Oerlikon mit. Ihr Lohn: Wurst und Brot - ihre Motiviation: Jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen! Und sie arbeiten nicht nur bereits am Dienstagmorgen - nein, sie kommen auch am Mittwochmorgen nach dem Renntag, zum Aufräumen! Zwischendurch wird der Rennbahnrasen gemäht, die Hecken gepflegt, die Garderoben geputzt und alles was die Rennbahn an Arbeit bringt, erledigt. Viel pensionierte Handwerker, stellen so einer sinnvollen Tätigkeit hoffnungsvollen jungen Menschen ihre Arbeit gratis zur Verfügung. Ohne die AHV Equipe gäbe es keine Rennen! So ist Paul Kleger Unternehmer, Politiker und grosser Freund der Rennbahn, selbst IG Mitglied überzeugt auch alten Menschen mit dem Job auf der Zementpiste, eine sinnvolle Beschäftigung zu geben.

IG RENNBAHN OERLIKON


News von den Sixdays 2009

Das kommende 53. Zürcher 6-Tagerennen verabschiedet ebenfalls den erfolgreichsten Bahnfahrer aller Zeiten! Für Bruno Risi wird eine 6-Nächteparty vorbereitet.

Risi, Risi nocheinmal, es war so wunderschön!

Das Motto für eine lebende Radlegende der Winterbahnen. 18 Jahre ist der Urner im Geschäft. Es ist Risis persönlicher Wunsch mit einer "Heimfahrt" Abschied von seinem treuen Publikum zu nehmen. Risis Karriere, die vollgespickt ist mit allen Titeln, die man im Radsport erreichen kann, ist einmalig. Er hat 58 Sechstagerennen gewonnen! Für all sein Wirken auf den Bahnen wollen ihm alle einen unvergesslichen Abschied bereiten.

Termine und Facts

Die Sixdays finden vom Dienstag den 15.Dezember bis und mit Sonntag den 20. Dezember statt. Das Finale wird am Sonntag erstmals am Nachmittag ausgetragen! Gelegenheit für alle einen tollen Tag am Pistenrand zu erleben. In Zukunft werden die Sixdays wieder in alter Manier ende November anfangs Dezember ausgetragen. Dazu wird man in allen Räumen des Hallenstadion gleichzeitig eine grosse Radsport-ausstellung mit allem was zum Radsport gehört, besuchen können. Sixdays Zürich

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Der Boden ist gut und gerne 50 Millionen an Wert! Mehr als das Kapital junger Menschen.

An der Seite von Radstar Franco Marvulli hat Tristan Marguet bereits sein erstes Profi Sixdays gewonnen! Auch er kommt aus der Schule von Daniel Gisiger.

Sie gewannen zusammen Bronze an den diesjährigen Weltmeisterschaften in Australien im Madison. Silvan Dillier (links) und Claudio Imhof (rechts)

Claudio Imhof (rechts) wurde in Polen Europameister im Madison. Imhof kommt ebenfalls aus dem hoffnungsvollen Bahnvierer von Gisiger.